Miersch, GeschlechterparitÀt

Miersch hĂ€lt GeschlechterparitĂ€t im Kabinett fĂŒr geboten

14.04.2025 - 02:00:00

SPD-GeneralsekretĂ€r Matthias Miersch hĂ€lt eine geschlechterparitĂ€tische Verteilung der Ministerien fĂŒr geboten.

"Ja, wir tun gut daran, das Kabinett paritĂ€tisch zu besetzen. Ich wĂŒnsche mir, dass alle drei Parteien sich einig sind, das Kabinett paritĂ€tisch zu besetzen. Gleichzeitig haben wir vereinbart, dass jede Partei ihre Ministerien selbst besetzt. Ich hoffe, das Ergebnis wird der ParitĂ€t gerecht", sagte Miersch den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Was seine eigene Rolle angeht, ist er laut eigener Aussage in seinem Job als GeneralsekretĂ€r sehr zufrieden.

Über MinisterĂ€mter spekuliere er nicht, sagte Miersch. "Ich mache diesen Job ausgesprochen gerne. Die Position des GeneralsekretĂ€rs ist eine sehr entscheidende." In der SPD gibt es zu viele Minister-AnwĂ€rter aus Niedersachsen. Auch Miersch ist Niedersachse. Scharfe Kritik ĂŒbte Miersch an Aussagen von CDU-Fraktionsvize Jens Spahn, der einen normaleren Umgang mit der AfD im Parlament anregt hatte. "Ich halte seine Aussage fĂŒr grundfalsch. Eine Partei, die in Teilen rechtsextrem ist, darf nie als Normalzustand gelten. Demokraten mĂŒssen wachsam sein - unsere Geschichte zeigt das." Weiter stellte Miersch klar, dass der 15-Euro-Mindestlohn aus Sicht der SPD gesetzt ist. "Merz hat gesagt, wir gehen beide von 15 Euro aus. Und dabei bleibt es fĂŒr uns als SPD. Wir haben auch in anderen Konstellationen ja schon gezeigt, dass wir zu unseren Worten und zu unserem Versprechen stehen." Auf die Frage, ob der 15-Euro-Mindestlohn dann sicher komme, sagte Miersch: "Er kommt." Mit Blick auf Merz` Äußerungen zu einem möglichen Verzicht auf die Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen warnte Miersch die Partner, dass auch deren PlĂ€ne unter Finanzierungsvorbehalt stĂŒnden. "Alle Vorhaben stehen unter Finanzierungsvorbehalt - das ist normal. Aber fĂŒr uns ist die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen ein zentraler Punkt. Das weiß auch die Union. Ich gehe fest davon aus, dass wir das umsetzen werden. Im Übrigen stehen auch andere Dinge unter Finanzierungsvorbehalt, wie die Unternehmenssteuerreform oder die MĂŒtterrente. Wir mĂŒssen als Koalition darauf achten, dass sich alle Partner mit ihren Anliegen wiederfinden."

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