Spiegel-Online, China

Spiegel-Online: China Solar Aktien auf der Kaufliste

Published on 09/07/2009 at 17:06 | Editorial responsibility: Rafael Müller, Editor-in-Chief AD HOC NEWS

Wieder einmal spielen die Chinesen die erste Geige! In einem aufschlussreichen Bericht von Spiegel-Online (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,646602,00.html ) wurden die fantastischen Chancen der chinesischen Solarindustrie aufgezeigt. Das Top-Thema „Solar“, das deutschen Unternehmen und Anlegern noch vor zwei Jahren hohe Renditen einbrachten, hat eine interessante Kehrtwende genommen. Denn Europa hat im Zuge der Finanzkrise – und hier allen voran Spanien – die Subventionen drastisch zurückgefahren.

Wer nun allerdings denkt, dass die Story „Solar“ generell am Ende ist, sollte über den Tellerrand hinausschauen. Denn vor allem China wird den Angebotsüberhang „aufsaugen“ und gleichzeitig auf dem Weltmarkt mit günstigeren Preisen Marktanteile ergattern. Das zeigt sich schließlich auch bei den Investoren. Auf Spiegel-Online (Zitat: „Für Anleger heißt das vor allem eins: Deutsche Solaraktien sind nicht unbedingt erste Wahl. Aufgrund der teilweise drastischen Preisunterschiede zu asiatischen Wettbewerbern erscheinen Investitionen in deutsche Produkthersteller risikoreich", sagt Sebastian Growe, Solarexperte der equinet AG.) wird die Tatsache auf den Tisch gebracht. Was uns von EMFIS.com in dem interessanten Artikel fehlt, sind die aktuellen Absatzdaten. Suntech Power beispielsweise erzielt die größten Absätze in Westeuropa. Westeuropa (u.a. Deutschland und Spanien) machen rund 90 Prozent der aktuellen Verkäufe aus.

Allerdings vergessen viele Anleger und Branchenexperten die chinesische Urgewalt. Allein durch das 585 Milliarden US Dollar schwere Konjunkturpaket hat China die Welt vor einem größeren Kollaps bewahrt. Ein Großteil des Stimulationspaketes ist in Infrastrukturprojekte gewandert. Ein anderer großer Teil ist und wird auch weiterhin in die Entwicklung von alternativen Energien gesteckt. Im Frühjahr 2009 hat auch China ein gigantisches Subventionsprogramm beschlossen. Großanlagen zur Herstellung von Solarstrom sollen mit 20 Yuan je Kilowattstunde (KWh) staatlich gefördert werden. Dies entspricht in etwa den aktuellen Produktionskosten für Solarzellen und bedeutet wiederum, dass ein Betreiber lediglich für die Installationskosten aufkommen muss.

China ist für EMFIS.com nicht weit entfernt. Aber Anleger, die sich primär auf dem deutschen Markt tummeln, sollten diversifizieren. Deshalb ist eine interessante Möglichkeit, um am chinesischen Solarsektor zu investieren, der China Solar Index. Die Deutsche Bank hat auf diesen Index ein Zertifikat emittiert (WKN DB2CSL; ISIN DE000DB2CSL4), das die zehn größten chinesischen Solarkonzerne abdeckt.

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