Deutsche Wirtschaft mahnt zur Eile bei US-EU-Datenabkommen
03.06.2023 - 09:17:02 | dts-nachrichtenagentur.de"Ohne Datentransfers sind Cloud-Lösungen und Software wie beispielsweise Videokonferenzsysteme von US-Anbietern in der Regel nicht nutzbar", sagte Iris Plöger, Mitglied der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Unternehmen mĂŒssten deshalb derzeit "aufwĂ€ndige, individuelle VorprĂŒfungen" durchfĂŒhren und zusĂ€tzliche SchutzmaĂnahmen ergreifen.
Es bestehe aber immer das Risiko eines VerstoĂes gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), weil unklar sei, was fĂŒr diese SchutzmaĂnahmen im Einzelfall gelte. Plöger bemĂ€ngelte in diesem Zusammenhang, dass fĂŒr den transatlantischen Transfer personenbezogener Daten seit drei Jahren ein "Angemessenheitsbeschluss zum US-Datenschutzniveau als allgemeine Rechtsgrundlage" fehle und forderte eine "zĂŒgige" Lösung. Der Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) mahnte ebenfalls zur Eile bei dem Thema: DIHK-Chefjustitiar Stephan Wernicke wies auf das Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli 2020 hin. Weil dadruch das bis dahin gĂŒltige Abkommen "Privacy Shield" gekippt wurde, bestĂŒnden immer noch "massive negative Auswirkungen fĂŒr die deutsche Wirtschaft", sagte Wernicke dem "Handelsblatt". "Die USA und die EU brauchen ein rechtssicheres Abkommen, um den Fortbestand von DatenflĂŒssen zwischen der EU und den USA langfristig zu gewĂ€hrleisten."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

