Spritpreise ziehen krÀftig an
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 10:18 Uhr | dpa.deDie Spritpreise in Deutschland ziehen krĂ€ftig an. Vor allem Diesel verteuert sich derzeit deutlich, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Doch auch fĂŒr Benzin mĂŒssen die Autofahrer mehr bezahlen.Â
Ein Liter Diesel kostete am Dienstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,200 Euro. Das waren 3,8 Cent mehr als noch am Sonntag. Ein Liter E10 kostete 2,125 Euro und damit 3 Cent mehr als am Sonntag.Â
Auch am Mittwoch deuten die ersten Zahlen auf krĂ€ftig weiter steigende Preise hin. Um 8.00 Uhr morgens war Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 5,7 Cent teurer als einen Tag zuvor zur selben Uhrzeit. E10 um 2,6 Cent.Â
Gutes Indiz fĂŒr die weitere Entwicklung
Seit EinfĂŒhrung der 12-Uhr-Regel folgen die Preise in der Regel einem Muster, das zwar eine hohe Schwankungsbreite hat, aber so gut wie immer den gleichen Verlauf nimmt. Vergleiche der gleichen Uhrzeiten sind daher ein gutes Indiz dafĂŒr, wie der bundesweite Tagesdurchschnitt ausfallen wird.Â
Beim ADAC sieht man den jĂŒngsten Anstieg des Ălpreises als Treiber fĂŒr die höheren Spritpreise. «Das Ă€ndert jedoch nichts daran, dass das Preisniveau aus unserer Sicht bereits seit Wochen zu hoch ist», erklĂ€rte ein Sprecher.Â
Auch die DĂŒrre spielt eine Rolle
In Teilen Deutschlands kommt zudem auch die aktuelle DĂŒrre als Preistreiber fĂŒr den Sprit hinzu. Normalerweise spielt unter anderem der Rhein eine wichtige Rolle fĂŒr den Transport von Ăl und Sprit auf Tankschiffen. Weil dies durch die derzeit extrem niedrigen PegelstĂ€nde stark eingeschrĂ€nkt ist, fallen dort höhere Logistikkosten an.Â
Das spiegelt sich auch in der regionalen Preisverteilung wider: Nach Daten des Spritpreisportals «Tankerkönig» war Sprit in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz am Mittwochmorgen ĂŒberdurchschnittlich teuer. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hatten dagegen die vergleichsweise niedrigsten Preise. Der Unterschied lag im oberen einstelligen Centbereich.
