DAVOS / Globale Risiken: Staatliche Konflikte 2025 an erster Stelle
15.01.2025 - 10:51:20Das berichtet die Stiftung Weltwirtschaftsforum (WEF) kurz vor ihrer Jahrestagung in Davos.
Die unmittelbare Konfliktgefahr steht mit knapp 25 Prozent der Nennungen mit Abstand an erster Stelle. Dahinter folgten Extremwetter (14 Prozent), Handelskonfrontationen (8 Prozent) sowie Fehl- und Desinformation (7 Prozent) als groĂes Risiko. Bei einem etwas lĂ€ngeren Zeithorizont werden auch Cyber-Spionage, Missbrauch von kĂŒnstlicher Intelligenz und Verlust der Artenvielfalt als Risiken genannt.
WEF Davos mit Trump per Videoschalte
Das WEF beginnt am 20. Januar und dauert vier Tage. Man rechnet mit knapp 3.000 Teilnehmern, darunter 60 Staats- und Regierungschefs und zahlreiche Minister. Bundeskanzler Olaf Scholz steht auf der Liste, ebenso der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj. Donald Trump, der nĂ€chsten Montag fĂŒr eine zweite Amtszeit als US-PrĂ€sident vereidigt wird, soll drei Tage spĂ€ter zu einem Dialog mit den Teilnehmern digital zugeschaltet werden.
Die Befragten sorgten sich um weniger Zusammenarbeit und viele AlleingĂ€nge. Das bedrohe ihrer Auffassung nach StabilitĂ€t und Fortschritt bei den anstehenden Problemen, so das WEF. Sie sehen den Zusammenhalt zwischen LĂ€ndern und innerhalb Gesellschaften in Gefahr. Die Stiftung hat zum 20. Mal ihren Bericht ĂŒber globale Risiken veröffentlicht.
WEF hat Rezept gegen Risiken
Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Direktor des WEF, Mirek Du?ek, fordert FĂŒhrungskrĂ€fte zu mehr Zusammenarbeit auf. "In einer Welt, die von sich vertiefenden GrĂ€ben und kaskadierenden Risiken geprĂ€gt ist, haben die FĂŒhrungskrĂ€fte der Welt die Wahl: Zusammenarbeit und WiderstandsfĂ€higkeit fördern oder sich der zunehmenden InstabilitĂ€t stellen. Es stand noch nie so viel auf dem Spiel."

