StaRUG verstehen: Ulrich Kammerer von der UKMC verrÀt, wie Unternehmer Verbindlichkeiten restrukturieren, bevor es zur Insolvenz kommt
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 11:31 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSAuftrĂ€ge werden verschoben, Kunden zahlen spĂ€ter als erwartet und gleichzeitig mĂŒssen GehĂ€lter, Steuern und SozialversicherungsbeitrĂ€ge pĂŒnktlich bedient werden. Was GeschĂ€ftsfĂŒhrer zunĂ€chst als vorĂŒbergehenden Engpass einordnen, kann sich schleichend zu einer existenzbedrohenden Unternehmenskrise entwickeln. Dennoch setzen viele darauf, dass der nĂ€chste gröĂere Auftrag oder eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage die Probleme lösen wird. WĂ€hrenddessen schwinden die finanziellen Reserven, Verbindlichkeiten bleiben offen und der Druck auf die GeschĂ€ftsfĂŒhrung wĂ€chst. Irgendwann geht es nicht mehr nur darum, welche Rechnungen zuerst bezahlt werden können, sondern um die Zukunft des gesamten Unternehmens. âViele Unternehmer beschĂ€ftigen sich erst mit ihren Sanierungsmöglichkeiten, wenn GlĂ€ubiger bereits Druck ausĂŒben. Dann sind wichtige Optionen möglicherweise schon verloren gegangenâ, warnt Ulrich Kammerer von der UKMC.
âDarum gilt es, die finanzielle Situation rechtzeitig zu prĂŒfen und die verfĂŒgbaren Sanierungsmöglichkeiten zu kennen, bevor aus einer drohenden ZahlungsunfĂ€higkeit eine akute Insolvenzlage wirdâ, so Ulrich Kammerer weiter. Seit rund zehn Jahren beschĂ€ftigt er sich mit Unternehmenssanierungen und hat in dieser Zeit etwa 400 Insolvenz- und Sanierungsverfahren persönlich begleitet. Dabei konnten Vermögenswerte im Wert von rund 300 Millionen Euro gesichert werden. Mit der UKMC unterstĂŒtzt Ulrich Kammerer GeschĂ€ftsfĂŒhrer dabei, ihre wirtschaftliche Situation realistisch einzuschĂ€tzen, rechtliche Risiken frĂŒhzeitig zu erkennen und geeignete Sanierungswege zu prĂŒfen.
Drohende ZahlungsunfĂ€higkeit: Warum der Zeitpunkt ĂŒber die Möglichkeiten entscheidet
Nicht jeder LiquiditĂ€tsengpass bedeutet, dass ein Unternehmen bereits insolvent ist. FĂŒr GeschĂ€ftsfĂŒhrer ist es deshalb entscheidend, die wirtschaftliche Lage frĂŒhzeitig zu prĂŒfen und richtig einzuordnen. Dabei muss insbesondere zwischen drohender und bereits eingetretener ZahlungsunfĂ€higkeit unterschieden werden. Eine drohende ZahlungsunfĂ€higkeit liegt vor, wenn absehbar ist, dass ein Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen kĂŒnftig voraussichtlich nicht mehr pĂŒnktlich erfĂŒllen kann. ZahlungsunfĂ€higkeit liegt dagegen vor, wenn fĂ€llige Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfĂŒllt werden können. Bei juristischen Personen kann zudem eine Ăberschuldung einen Insolvenzgrund darstellen. âEntscheidend ist also nicht allein, wie hoch die Schulden eines Unternehmens sind. Wir mĂŒssen zunĂ€chst feststellen, wann welche Zahlungen fĂ€llig werden und ob das Unternehmen diese Verpflichtungen erfĂŒllen kannâ, erlĂ€utert Ulrich Kammerer.
Eine wichtige Grundlage dafĂŒr ist eine belastbare LiquiditĂ€tsplanung. Sie macht sichtbar, welche Zahlungen in den kommenden Wochen und Monaten anstehen, ob die verfĂŒgbaren Mittel dafĂŒr ausreichen und wo ZahlungslĂŒcken drohen. Das Ergebnis dieser PrĂŒfung hat erhebliche Konsequenzen fĂŒr die weiteren Möglichkeiten: Solange noch keine Insolvenzreife eingetreten ist, können unter bestimmten Voraussetzungen auĂerinsolvenzliche Sanierungswege geprĂŒft werden. Ist ein Unternehmen hingegen bereits zahlungsunfĂ€hig oder ĂŒberschuldet, können gesetzliche Insolvenzantragspflichten bestehen.
StaRUG: Welche Möglichkeiten eine frĂŒhzeitige Restrukturierung eröffnet
Zeichnet sich eine ZahlungsunfĂ€higkeit ab, stellt sich fĂŒr GeschĂ€ftsfĂŒhrer die Frage, wie sie ihre finanziellen Verpflichtungen wieder in den Griff bekommen können. Eine Möglichkeit bietet das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz, kurz StaRUG. Damit können Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen ihre Verbindlichkeiten neu ordnen, bevor sie zahlungsunfĂ€hig werden. Beispielsweise können Zahlungsbedingungen angepasst oder bestimmte Schulden reduziert werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass sich mit dem StaRUG beliebige Schulden einfach streichen lassen. Ob eine Restrukturierung möglich ist, hĂ€ngt unter anderem davon ab, wie weit die Krise fortgeschritten ist, welche Verbindlichkeiten bestehen und ob das Unternehmen auch kĂŒnftig genĂŒgend Geld erwirtschaften kann. AuĂerdem mĂŒssen die gesetzlichen Voraussetzungen erfĂŒllt sein. Deshalb sollte zunĂ€chst geprĂŒft werden, ob das StaRUG fĂŒr das betroffene Unternehmen ĂŒberhaupt infrage kommt. FĂŒr diese PrĂŒfung braucht die GeschĂ€ftsfĂŒhrung einen genauen Ăberblick ĂŒber ihre finanzielle Situation. Welche Verpflichtungen bestehen und wann werden sie fĂ€llig? Welche Einnahmen sind zu erwarten? Gibt es bereits ZahlungsrĂŒckstĂ€nde beim Finanzamt, bei Krankenkassen oder anderen GlĂ€ubigern? Erst wenn diese Fragen geklĂ€rt sind, lĂ€sst sich beurteilen, welche Sanierungsmöglichkeiten noch bestehen.
Mit der UKMC von der Bestandsaufnahme zur konkreten Sanierung
Sind die finanziellen VerhĂ€ltnisse geklĂ€rt, geht es darum, konkrete SanierungsmaĂnahmen zu entwickeln. Dazu gehört beispielsweise, mit GlĂ€ubigern ĂŒber lĂ€ngere Zahlungsfristen zu verhandeln, bestehende Verbindlichkeiten neu zu ordnen oder unter bestimmten Voraussetzungen Schulden zu reduzieren. Welche MaĂnahmen infrage kommen, hĂ€ngt davon ab, wie stark das Unternehmen wirtschaftlich belastet ist und welche Handlungsmöglichkeiten rechtlich noch bestehen. WĂ€hrend in manchen FĂ€llen Vereinbarungen mit einzelnen GlĂ€ubigern ausreichen, kann in anderen Situationen eine umfassendere Restrukturierung notwendig sein. Entscheidend ist dabei, dass das Unternehmen nicht nur kurzfristig entlastet wird, sondern seine laufenden Kosten kĂŒnftig wieder decken kann.
Bei der Entwicklung und Abstimmung dieser MaĂnahmen begleitet Ulrich Kammerer mit der UKMC die betroffenen GeschĂ€ftsfĂŒhrer. Gemeinsam mit den beteiligten Fachleuten entwickelt er einen Sanierungsplan, der auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens abgestimmt ist, und begleitet die Umsetzung der einzelnen MaĂnahmen. Dabei geht es nicht nur darum, bestehende Verbindlichkeiten zu reduzieren, sondern auch darum, erneute Zahlungsschwierigkeiten möglichst zu vermeiden. âUnternehmer sollten nicht warten, bis andere ĂŒber den weiteren Verlauf ihrer Krise bestimmen. Je frĂŒher die tatsĂ€chliche Situation geklĂ€rt wird, desto fundierter können wir prĂŒfen, welche Wege noch offenstehenâ, fasst Ulrich Kammerer zusammen.
Sie möchten wissen, ob Ihrem Unternehmen eine ZahlungsunfÀhigkeit droht und welche Möglichkeiten zur Restrukturierung noch bestehen? Dann melden Sie sich bei Ulrich Kammerer und vereinbaren Sie einen Termin!
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