China, Konjunktur

Chinas Exporte schwÀchen sich im MÀrz ab

14.04.2026 - 09:15:45 | dpa.de

Steigende Energiepreise und Unsicherheit im Nahen Osten belasten Chinas Exporte. Doch bei grĂŒnen Technologien sieht man Chancen fĂŒr die Zukunft.

Der Iran-Krieg sorgt fĂŒr Unruhe im Welthandel. Das bekommt auch die chinesische Exportwirtschaft zu spĂŒren. (Archivbild) - Foto: Li Bo/XinHua/dpa

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und steigender Unsicherheit im Welthandel hat Chinas Exportwachstum im MÀrz deutlich an Tempo verloren. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat nur noch um 2,5 Prozent, wie aus Daten der chinesischen Zollbehörde hervorgeht.

Damit fiel das Exportwachstum erheblich schwÀcher aus als von Analysten erwartet. In den ersten beiden Monaten des Jahres hatten Chinas Exporte noch deutlich stÀrker zugelegt.

Importe steigen krÀftig

Überraschend krĂ€ftig legten dagegen im MĂ€rz die Importe um fast 28 Prozent zu. Chinas HandelsĂŒberschuss schrumpfte dadurch auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr.

Seit dem Beginn des Iran-Kriegs sorgen steigende Energiepreise und neue Unsicherheit ĂŒber Lieferketten fĂŒr Belastungen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Straße von Hormus, ĂŒber die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und FlĂŒssiggastransports lĂ€uft.

Höhere Kosten fĂŒr Energie und Transport dĂŒrften auch exportorientierte chinesische Unternehmen belasten. Zugleich könnten die Verwerfungen im Nahen Osten die Nachfrage in wichtigen AbsatzmĂ€rkten dĂ€mpfen.

StĂŒtzende Faktoren fĂŒr China

Marktbeobachter sehen jedoch auch stĂŒtzende Faktoren fĂŒr China. So könnte die zweitgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der Erde mittelfristig davon profitieren, dass sie bei grĂŒnen Energietechnologien und Elektroautos stark aufgestellt ist.

Die Sorge vor steigenden Ölpreisen könnte in anderen LĂ€ndern die Nachfrage nach solchen Produkten erhöhen. 

Importe aus Deutschland legen nur leicht zu 

Im Handel mit anderen wichtigen Partnern zeigte sich im MĂ€rz ein uneinheitliches Bild. In die USA gingen Chinas Exporte im Jahresvergleich um 26,5 Prozent zurĂŒck, wĂ€hrend die Importe aus den Vereinigten Staaten leicht um 1,0 Prozent zulegten. 

In die EU stiegen Chinas Exporte dagegen um 8,6 Prozent, zugleich legten die Importe aus der Staatengemeinschaft mit 8,5 Prozent in Àhnlicher Höhe zu. Im Handel mit Deutschland erhöhten sich Chinas Exporte um 11,8 Prozent, die Importe stiegen dagegen nur um 4,6 Prozent.

Kammer hofft auf Belebung der Binnennachfrage 

«Chinas jĂŒngste BemĂŒhungen um einen ausgewogeneren Handel kommen bei unseren deutschen Unternehmen bislang kaum an», sagte Oliver Oehms, geschĂ€ftsfĂŒhrendes Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in Nordchina. 

Hintergrund ist, dass Peking zuletzt mehrfach betont hatte, den Handel ausgewogener gestalten und die Binnennachfrage stĂ€rken zu wollen. FĂŒr deutsche Unternehmen ist es laut Oehms nun entscheidend, dass China Maßnahmen zur spĂŒrbaren Nachfragebelebung ergreift.

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