Deutschland, Konjunktur

Ifo: Iran-Krieg trifft 90 Prozent der deutschen Industrie

31.03.2026 - 08:13:06 | dpa.de

Steigende Energiepreise, unsichere Lieferketten und wachsende Risiken: Wie der Iran-Krieg deutsche Unternehmen in Alarmbereitschaft versetzt.

Ifo-Institut in MĂŒnchen: Neun von zehn Firmen spĂŒren Folgen des Iran-Kriegs. (Archivbild) - Foto: Leonie Asendorpf/dpa
Ifo-Institut in MĂŒnchen: Neun von zehn Firmen spĂŒren Folgen des Iran-Kriegs. (Archivbild) - Foto: Leonie Asendorpf/dpa

Der Iran-Krieg trifft nach EinschĂ€tzung des Ifo-Instituts die deutsche Industrie im großen Stil. Rund 90 Prozent der Industrieunternehmen erwarten, dass der Iran-Krieg ihre GeschĂ€fte beeintrĂ€chtigt, wie aus einer Umfrage des MĂŒnchner Forschungsinstituts hervorgeht. Nur 9 Prozent sehen sich derzeit nicht betroffen. 

«Der Konflikt trifft die Industrie unmittelbar, sorgt aber vor allem fĂŒr große Unsicherheit», sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. «Viele Firmen stellen sich auf zusĂ€tzliche Belastungen in den kommenden Monaten ein.»

Zur BegrĂŒndung nennen mit 78 Prozent die meisten Industrieunternehmen gestiegene Energiepreise. 36 Prozent verwiesen jeweils auf EinschrĂ€nkungen bei Schifffahrtswegen und Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten und Rohstoffen. Eine BeeintrĂ€chtigung des Luftfrachtverkehrs befĂŒrchten laut Ifo 16 Prozent der Unternehmen. Knapp ein Viertel (24 Prozent) erwartet demnach eine abnehmende Nachfrage auf wichtigen ExportmĂ€rkten.

DarĂŒber hinaus sĂ€hen viele Unternehmen finanzielle Risiken, etwa durch unsichere Fracht- und Logistikkosten, steigende VersicherungsprĂ€mien oder erhöhte Zahlungsrisiken. «Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs bereits jetzt abzeichnen und sich ĂŒber verschiedene KanĂ€le noch verstĂ€rken könnten», sagte Wohlrabe. «Je lĂ€nger die Unsicherheit anhĂ€lt, desto grĂ¶ĂŸer werden die wirtschaftlichen Probleme fĂŒr die Unternehmen.»

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