Deutschland, Tarife

Löhne in der Landwirtschaft steigen in drei Stufen

25.03.2026 - 12:29:07 | dpa.de

Steigende Preise, höhere Löhne: BeschĂ€ftigte in der Landwirtschaft sollen mehr Geld bekommen. FĂŒr viele Betriebe ist die Tarifeinigung ein Kraftakt.

Die Branche will fĂŒr FachkrĂ€fte attraktiv bleiben. (Symbolbild) - Foto: Jens BĂŒttner/dpa
Die Branche will fĂŒr FachkrĂ€fte attraktiv bleiben. (Symbolbild) - Foto: Jens BĂŒttner/dpa

Mehr Geld fĂŒr die etwa 500.000 BeschĂ€ftigten in der Landwirtschaft in Deutschland: Die Tariflöhne sollen in drei Stufen erhöht werden. Darauf einigten sich der Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen ArbeitgeberverbĂ€nde (GLFA) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Jeweils 3,3 Prozent mehr soll es zum 1. Mai 2026, zum 1. Januar 2027 und zum 1. Januar 2028 geben. ZusĂ€tzlich vereinbart wurde eine Einmalzahlung von 300 Euro im Juli des laufenden Jahres. Diese Empfehlung sei Grundlage fĂŒr die jeweiligen TarifvertrĂ€ge zwischen den regionalen land- und forstwirtschaftlichen ArbeitgeberverbĂ€nden und der IG BAU, teilten die Tarifpartner in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2026 bis zum 30. September 2028.

Der VerhandlungsfĂŒhrer der Gewerkschaft, IG-BAU-Vorstandsmitglied Christian Beck, sprach von einem «guten Kompromiss», der dazu beitrage, die Branche auch fĂŒr NachwuchskrĂ€fte attraktiv zu halten.

GLFA-PrĂ€sident Hans-Benno Wichert erklĂ€rte, der Abschluss sei wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage auf vielen Höfen sehr schwergefallen: «Der massive Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns zu Jahresbeginn ĂŒbt erheblichen Druck auf unser gesamtes Tarifsystem aus und stellt insbesondere Betriebe mit arbeitsintensivem Anbau von Obst, GemĂŒse und Wein vor enorme, teils existenzielle Herausforderungen.»

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