EMFIS EM Stocks Review: Asien freundlich
Veröffentlicht: 11.12.2006 um 13:41 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
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Die asiatischen Aktienmärkte schnitten am Montag zum größten Teil positiv ab. Dazu trugen vor allem die guten Vorgaben aus den USA und vielleicht noch stärker die jüngste Erholung des Dollars bei. Dessen Kurs hat dank der starken US-Arbeitsmarktdaten aus dem November gegenüber dem Yen und dem koreanischen Won wieder Boden gut machen können. Dies stützte naturgemäß die Papiere der exportorientierten asiatischen Unternehmen. In der amerikanischen Wirtschaft waren im vergangenen Monat 132.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Dies lag deutlich oberhalb der Markterwartungen.
Der japanische Nikkei 225 profitierte zudem noch von den positiven Daten zum dortigen Verbrauchervertrauen, das in der letzten Handelsstunde veröffentlicht worden ist. Hier hatte sich im November eine Verbesserung von 48,2 auf 48,7 ergeben. Die privaten Ausgaben sind für Japans Wirtschaftsentwicklung weiterhin eine kritische Größe. Daneben stimulierte auch die Vermutung den Markt, dass die Bank of Japan eine weitere Erhöhung des Leitzinsens vorerst vertagen könnte. Japans Leitindex stieg vor diesem Hintergrund um 0,67 Prozent auf 16.527 Punkte. Der schwache Dollar brachte vor allem Auto- und Elektroniktitel nach oben. So gewannen Mazda Motor 3,3 Prozent und Toyota Motor 1,4 Prozent hinzu. Sharp stiegen um 2,6 Prozent und Sony um 1,5 Prozent.
Deutlich zurückhaltender blieben die Anleger in Korea. Dort war dem Kospi lediglich ein Anstieg um 0,03 Prozent auf 1390 Punkte vergönnt. Im Exportsektor konnten sich etwa LG Electronics leicht um 0,39 Prozent erholen. Samsung Electronics gaben aber weitere 1,15 Prozent ab, die Papiere von Hyundai Motor verloren 0,31 Prozent. Dagegen zogen die Papiere von Woori Financial um 4 Prozent an. Die Anleger gingen davon aus, dass die südkoreanische Regierung, die an dem Finanzkonzern noch ein Anteilspaket von 78 Prozent hält, bald etliche Titel an den Markt bringen könnte. Die Aktie des Stahlriesen Posco ging um 1,21 Prozent nach oben.
In Hongkong waren es vor allem die Telekom-Titel, die den Hang Seng Index um weitere 0,99 Prozent nach oben auf 18.924 Zähler zogen. Nach der Messe „ITU Telecom World 2006“ sind die meisten Investoren nun der Meinung, dass Chinas Regierung bald 3G-Lizenzen für das Festland vergeben werde. China Mobile gewannen angesichts dessen 1,87 Prozent hinzu, China Unicom verbesserten sich um 3,68 Prozent. Daneben sprangen China Netcom um 7,78 Prozent und China Telecom um weitere 3,53 Prozent nach oben. Auch der Immobiliensektor entwickelte sich robust. Hier legten etwa Cheung Kong 1,55 Prozent und Sino Land 1,59 Prozent zu.
In Taiwan gab der TAIEX Index allerdings 0,32 Prozent auf 7612 Punkte ab und schloss damit das dritte Mal in Folge im Minus. Hier hatte vor allem der Ausgang der Bürgermeisterwahlen belastet. Die regierende Demokratische Fortschrittspartei hatte dabei einen knappen Sieg davongetragen, während die meisten Marktteilnehmer mit einem Triumph der China-freundlichen Kuomintang-Partei (KMT) gerechnet hatten. Aus diesem Grund wurden vor allem die Aktien jener Firmen verkauft, die enge Handelsbeziehungen zum chinesischen Brudervolk pflegen. So verbilligten sich China Airlines um 0,98 Prozent, die Papiere des Nahrungsmittelkonzerns Uni-President verloren 2,02 Prozent. Taiwan Semiconductor legten nach den November-Umsätzen vom Freitag 0,61 Prozent zu. Die Titel des Konkurrenten United Microelectronics gingen dagegen um 0,99 Prozent nach unten, nachdem Merrill Lynch die Aktie des Halbleiterherstellers auf „sell“ abgestuft hatten.
Gerhard Heinrich
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