SteuerÀnderungen, Studenten

SteuerÀnderungen 2026: So profitieren Studenten von neuen FreibetrÀgen

11.05.2026 - 06:23:29 | boerse-global.de

Die Steuerreform 2026 erhöht den Grundfreibetrag auf 12.348 Euro und verbessert die Pendlerpauschale fĂŒr Studierende.

SteuerĂ€nderungen 2026: So profitieren Studenten von neuen FreibetrĂ€gen - Bild: ĂŒber boerse-global.de
SteuerĂ€nderungen 2026: So profitieren Studenten von neuen FreibetrĂ€gen - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die Steuerreform 2026 bringt Studenten und Absolventen erhebliche finanzielle Vorteile. Mit einem Grundfreibetrag von ĂŒber 12.300 Euro und neuen Regeln fĂŒr Werbungskosten lohnt sich die freiwillige SteuererklĂ€rung fĂŒr viele Studierende mehr denn je.

Seit Anfang Mai sind die Änderungen des SteuerĂ€nderungsgesetzes 2025 in Kraft. Steuerexperten raten Studenten dringend, die neuen Regelungen zu nutzen. Denn wer seine Ausgaben clever geltend macht, kann spĂ€ter als Berufseinsteiger Tausende Euro sparen.

Anzeige

Trotz der neuen Vorteile scheuen viele die digitale Abgabe aus Angst vor technischem Aufwand. Ein kostenloser Ratgeber zeigt, welche versteckten Funktionen im Finanzportal Ihnen Zeit und Steuerberatungskosten ersparen. Versteckte Funktionen von MeinElster jetzt entdecken

Der steigende Grundfreibetrag: Mehr Netto vom Brutto

Die wohl wichtigste Neuerung betrifft den Grundfreibetrag. Er stieg im Januar 2026 auf 12.348 Euro fĂŒr Ledige – ein deutlicher Sprung von 12.096 Euro im Vorjahr. Das bedeutet: Studenten mit Nebenjobs oder Praktika können nun noch mehr verdienen, ohne Steuern zu zahlen.

Doch selbst wer unter dieser Grenze bleibt, sollte eine SteuererklĂ€rung abgeben. Denn wer in Ferienjobs oder Praktika bereits Lohnsteuer gezahlt hat, bekommt diese nur durch eine ErklĂ€rung zurĂŒck.

Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Werbungskostenpauschale von 1.230 Euro. Neu ist: BeitrĂ€ge zu Gewerkschaften oder BerufsverbĂ€nden können 2026 zusĂ€tzlich zur Pauschale abgesetzt werden. Bisher waren sie darin enthalten.

Der Verlustvortrag: Die geheime Waffe fĂŒr Absolventen

Der grĂ¶ĂŸte Hebel fĂŒr Steuervorteile bleibt der Verlustvortrag. Hier kommt es auf die Art des Studiums an:

  • Erststudium (etwa Bachelor direkt nach dem Abitur): Die Kosten gelten als Sonderausgaben, maximal 6.000 Euro pro Jahr. Ein Verlustvortrag ist nicht möglich.
  • Zweitstudium (Master, Bachelor nach Ausbildung, duales Studium): Die Kosten sind unbegrenzt als Werbungskosten absetzbar. Ein Verlustvortrag ist möglich – und extrem wertvoll.

Wer im Masterstudium hohe Ausgaben hat (StudiengebĂŒhren, Laptop, Fachliteratur), aber kaum Einkommen, sammelt „Verluste" beim Finanzamt. Startet spĂ€ter der gut bezahlte Job, werden diese Verluste vom ersten Gehalt abgezogen. Das kann im ersten Berufsjahr eine SteuerrĂŒckzahlung von mehreren tausend Euro bedeuten.

Neue Pendlerpauschale: Schon ab dem ersten Kilometer mehr

Eine der bedeutendsten Änderungen betrifft die Pendlerpauschale. Bislang gab es 30 Cent pro Kilometer fĂŒr die ersten 20 Kilometer, danach 38 Cent. Ab 2026 gilt einheitlich 38 Cent ab dem ersten Kilometer.

FĂŒr Studenten mit 15 Kilometern Fahrtweg und 220 Arbeitstagen ergibt sich daraus eine Werbungskostenpauschale von 1.254 Euro – allein durchs Pendeln. Das ĂŒbersteigt die Standardpauschale von 1.230 Euro.

Auch der Umzugskostenpauschbetrag wurde angehoben: Wer fĂŒrs Studium oder Praktikum umzieht, kann pauschal 964 Euro absetzen – ohne Einzelnachweise fĂŒr kleine Ausgaben.

Fristen und praktische Tipps

FĂŒr freiwillige SteuererklĂ€rungen gilt eine großzĂŒgige Frist: Die ErklĂ€rung fĂŒr 2025 kann bis zum 31. Dezember 2029 abgegeben werden. Wer zur Abgabe verpflichtet ist (SelbststĂ€ndige, mehrere Arbeitgeber), muss sie bis zum 31. Juli 2026 einreichen – mit Steuerberater verlĂ€ngert sich die Frist auf Februar 2027.

Die digitale SteuererklĂ€rung ĂŒber das ELSTER-Portal wird immer einfacher. Die vorausgefĂŒllte SteuererklĂ€rung importiert automatisch Gehaltsdaten und VersicherungsbeitrĂ€ge.

Anzeige

Immer mehr Steuerzahler nehmen ihre Finanzen selbst in die Hand und nutzen digitale Hilfsmittel fĂŒr die Abgabe. Dieses E-Book macht Steuerbescheide und AntrĂ€ge zum Kinderspiel, damit Sie Ihre RĂŒckzahlung sicher erhalten. Kostenlosen Leitfaden fĂŒr die SteuererklĂ€rung anfordern

Ausblick: Was kommt 2027?

Politisch zeichnet sich ab, dass die FreibetrĂ€ge weiter steigen werden. Auch die Grenzen fĂŒr die Familienversicherung in der Krankenkasse (aktuell 565 Euro monatlich) stehen auf dem PrĂŒfstand. Experten erwarten eine Anpassung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten von Studenten.

FĂŒr den Steuerjahrgang 2027 deuten erste Prognosen auf eine erneute Erhöhung des Grundfreibetrags hin.

de | wirtschaft | 69302462 |