Steuervorteile, E-Autos

Steuervorteile nur für E-Autos: Neue Regeln ab 2028

05.06.2026 - 23:42:22 | boerse-global.de

Die EU-Kommission will verbindliche E-Auto-Vorgaben für Unternehmen. Steuervorteile für Verbrenner entfallen ab 2028.

EU plant Elektro-Quoten für Firmenflotten ab 2028
Steuervorteile - Ein modernes Elektroauto lädt an einer futuristischen Ladestation in einer europäischen Stadt, mit verschwommenen Gebäuden im Hintergrund. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Unternehmen ab 250 Mitarbeitern oder 50 Millionen Euro Umsatz sollen künftig verbindliche Elektro-Quoten erfüllen. Eine Abstimmung im EU-Parlament ist für November 2026 geplant, die finale Entscheidung soll bis Ende des ersten Quartals 2027 fallen.

Anzeige

Der massive Umbruch in der Automobilindustrie zeigt, dass die nächste industrielle Revolution bereits in vollem Gange ist. Jetzt gratis herausfinden, wer die Gewinner dieser neuen Ära aus Robotik und KI sind. Gewinner der neuen Industrierevolution entdecken

Verschärfte Zielvorgaben ab 2030

Der aktuelle Entwurf sieht unterschiedliche Quoten für die Mitgliedstaaten vor. Die Sozialdemokraten fordern dabei schärfere Grenzwerte als die Kommission. Für Deutschland ist eine Elektroquote von 65 Prozent bis 2030 im Gespräch – der Kommissionsvorschlag liegt bei 54 Prozent. Bis 2035 soll dieser Anteil laut den Forderungen auf 99 Prozent steigen.

Auch Österreich wäre betroffen: Hier wird ein Zielwert von 70 Prozent bis 2030 diskutiert, deutlich über dem Kommissionsvorschlag von 58 Prozent. EU-weit strebt man eine Quote von 54 Prozent für das Jahr 2030 an. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Wandel im gewerblichen Sektor zu beschleunigen – er macht einen erheblichen Teil der Neuzulassungen aus.

Steuervorteile nur noch für E-Autos ab 2028

Ein zentraler Punkt der Neuregelung betrifft die steuerliche Behandlung von Firmenwagen. Ab 2028 sollen Steuervorteile ausschließlich für Elektroautos gewährt werden. Zusätzlich ist eine räumliche Komponente im Gespräch: Die Privilegien sollen vorrangig für Fahrzeuge gelten, die in Europa gefertigt wurden. Für Verbrenner würden die bisherigen Vergünstigungen vollständig entfallen.

Parallel dazu wird über die CO2-Ziele für 2035 debattiert. Die EU-Kommission schlug eine Reduktion um 90 Prozent vor – mit einem Credit-System für E-Fuels oder grünen Stahl. Diese Aufweichung des ursprünglichen Ziels stößt auf geteiltes Echo. Während Teile des Parlaments eine „echte“ Reduktion ohne Anrechnungssysteme fordern, lehnen Verbände wie der VDA und die EVP-Fraktion zusätzliche Regulierungen und starre Quoten ab.

Deutsche E-Auto-Zulassungen legen zu

Die Diskussionen in Brüssel fallen in eine Phase moderaten Wachstums am deutschen Automarkt. Im Mai 2026 wurden 59.969 batterieelektrische Fahrzeuge neu zugelassen – ein Plus von 39,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil der Stromer stieg damit auf ein Viertel aller Neuzulassungen. Benziner (-23,7 Prozent) und Diesel (-13 Prozent) verzeichneten dagegen deutliche Rückgänge.

Besonders erfolgreich zeigte sich der Skoda Elroq: Mit über 16.800 Neuzulassungen zwischen Januar und Mai führt er die E-Auto-Charts in Deutschland an, gefolgt vom VW ID.3 und dem Tesla Model Y.

Anzeige

Während die Elektromobilität den Massenmarkt erobert, rückt Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für die Infrastruktur und den Mobilitätssektor immer stärker in den Fokus. Dieser kostenlose Report enthüllt, welche Investments von der neuen europäischen Energiestrategie am stärksten profitieren. Kostenlosen Wasserstoff-Report jetzt herunterladen

Hersteller setzen auf günstige Einstiegsmodelle

Um die Marktanteile weiter auszubauen, forcieren die Hersteller günstigere Modelle. Volkswagen hat im spanischen Martorell die Produktion des ID. Polo sowie des Cupra Raval gestartet. Der ID. Polo soll in der Basisversion für unter 25.000 Euro angeboten werden und eine Reichweite von bis zu 454 Kilometern erzielen. Ab Juli 2026 sollen die ersten Bestellungen möglich sein, die Auslieferung ist für September geplant.

Auch internationale Akteure wie Xpeng verstärken ihre Präsenz in Europa. Der chinesische Hersteller plant, ein viertes Modell beim Fertigungspartner Magna Steyr in Graz produzieren zu lassen – um potenzielle EU-Zölle auf Importe zu umgehen.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69490335 |