Stromnetz auf Kuba bricht erneut zusammen
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 21:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die Ursache wird umgehend untersucht, und die Protokolle zur Wiederherstellung der Versorgung wurden aktiviert", teilte der staatliche Stromversorger UNE mit.
Der sozialistische Inselstaat leidet aufgrund der maroden Infrastruktur und eines seit Monaten von den USA verhĂ€ngten Ălembargos unter einer schweren Energiekrise. Das Land mit rund 9,4 Millionen Einwohnern kann nur einen Teil seines Ălbedarfs decken.
Störungen in den veralteten WĂ€rmekraftwerken sowie der Mangel an Treibstoff hatten die Stromversorgung in mehreren Landesteilen in den vergangenen Tagen bereits stark beeintrĂ€chtigt. Menschen mussten zuletzt teilweise tĂ€glich bis zu 30 Stunden ohne Energie auskommen. Bereits vor dem landesweiten Blackout war UNE davon ausgegangen, dass am Freitag wĂ€hrend der Spitzenlastzeit nur 1.110 Megawatt verfĂŒgbar sein wĂŒrden - bei einem Bedarf von 3.200 Megawatt.
Seit Dezember erhÀlt Kuba kaum Erdöl aus dem Ausland
Seit Dezember bekommt Kuba kein Erdöl mehr aus dem einstigen Bruderstaat Venezuela. Der frĂŒhere venezolanische PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro wurde im Januar bei einem US-MilitĂ€reinsatz in Caracas festgenommen. Nun arbeitet Washington mit der geschĂ€ftsfĂŒhrenden PrĂ€sidentin Delcy RodrĂguez zusammen.
Zudem drohte US-PrĂ€sident Donald Trump im Januar LĂ€ndern, die Ăl nach Kuba exportierten, mit Strafzöllen. Treibstofflieferungen aus dem Ausland kamen daraufhin nahezu zum Erliegen. Nur der kubanische Privatsektor darf derzeit Treibstoff aus den USA importieren. Mit zahlreichen Sanktionen versucht Washington, wirtschaftliche und politische Reformen in Kuba im Sinne der Interessen Washingtons herbeizufĂŒhren.
