Umfrage der agent home GmbH unter Vermietern möblierter Wohnungen zeigt: Geplante Mietpreisbremse gefÀhrdet Angebot, Investitionen und Wohnraum auf Zeit / Vermieter warnen vor Investitionsstopp
28.01.2026 - 13:40:08Hohe Investitionen - geringe Planungssicherheit
Ein zentrales Ergebnis der Umfrage: Die groĂe Mehrheit der Befragten (85 Prozent) sieht ihr Vermietungsmodell durch die geplante Deckelung des Möblierungszuschlags wirtschaftlich gefĂ€hrdet. Möblierte Wohnungen erfordern hohe Anfangsinvestitionen in Ausstattung, Instandhaltung, laufende Erneuerung sowie einen deutlich höheren Verwaltungs- und Serviceaufwand. Starre Obergrenzen von beispielsweise 5 Prozent des Zeitwerts pro Monat decken diese realen Kosten nach EinschĂ€tzung vieler Vermieter nicht ab.
RĂŒckzug aus dem Markt droht
Ein erheblicher Teil der Befragten gibt an (73 Prozent), im Falle einer VerschĂ€rfung der Mietpreisbremse kĂŒnftig nicht mehr oder deutlich weniger in Wohnimmobilien investieren zu wollen. Stattdessen wĂŒrden Investitionen verschoben, reduziert oder in andere Anlageklassen bzw. ins Ausland verlagert. Mehrere Teilnehmer betonen: Ohne wirtschaftliche TragfĂ€higkeit werde Wohnraum entweder nicht mehr vermietet oder gar nicht erst geschaffen.
Möblierter Wohnraum als Alternative zum Hotel
Die Umfrage zeigt zudem, dass möblierte Wohnungen auf Zeit aus Sicht der Vermieter nicht im Wettbewerb zur klassischen, langfristigen Wohnraumvermietung stehen, sondern vielmehr eine bezahlbare Alternative zu Hotels darstellen. Gerade internationale FachkrĂ€fte, die projektbezogen in deutschen Unternehmen tĂ€tig sind, seien auf dieses Wohnsegment angewiesen. Das Segment stellt eine unverzichtbare ErgĂ€nzung des Wohnungsmarkts dar. Eine EinschrĂ€nkung dieses Angebots wĂŒrde die AttraktivitĂ€t des Wirtschaftsstandorts Deutschland zusĂ€tzlich schwĂ€chen.
Differenzierung statt Pauschalregulierung
Viele Vermieter sprechen sich ausdrĂŒcklich fĂŒr MaĂnahmen gegen Missbrauch aus, etwa dort, wo Möblierung gezielt zur Umgehung bestehender Regelungen eingesetzt wird. Gleichzeitig fordern sie eine klare gesetzliche Differenzierung zwischen solchen FĂ€llen und hochwertigem, zeitlich befristetem Wohnen mit realem Zusatznutzen fĂŒr Mieter. Eine undifferenzierte Regulierung treffe vor allem private Vermieter mit wenigen Objekten und begĂŒnstige langfristig groĂe Wohnungsunternehmen.
Fokus auf Neubau und Angebot
Als wirksamsten Hebel zur Entlastung des Wohnungsmarkts sehen die Befragten nicht weitere Preisregulierungen, sondern den Ausbau des Wohnungsangebots. Genannt werden insbesondere schnellere Genehmigungsverfahren, reduzierte Bau- und Sanierungskosten sowie verlÀssliche politische Rahmenbedingungen. Die Mietpreisbremse werde von vielen als symptomorientiertes Instrument bewertet, das die strukturellen Ursachen des Wohnungsmangels nicht adressiere.
Fazit
Die Umfrage macht deutlich, dass eine weitere VerschĂ€rfung der Mietpreisbremse im Bereich möblierten Wohnens erhebliche Nebenwirkungen haben könnte. Die Vermieter appellieren an die Politik, Mieter- und Vermieterinteressen gleichermaĂen zu berĂŒcksichtigen, Investitionen nicht zu entmutigen und differenzierte Lösungen zu entwickeln, die dem tatsĂ€chlichen Marktgeschehen gerecht werden.
Ăber agent home:
Die agent home GmbH verfĂŒgt ĂŒber eine langjĂ€hrige Erfahrung im Immobilienbereich. Die GeschĂ€ftsfelder des Unternehmens sind die Segmente Vermietung möblierter Wohnungen und HĂ€user sowie Verkauf von Wohnimmobilien. Mit derzeit ĂŒber 1000 möblierten Wohnungen im Portfolio und mehr als 3000 Anfragen im Jahr ist das Unternehmen der fĂŒhrende Full Service-Anbieter fĂŒr möbliertes Wohnen auf Zeit in der Metropolregion Stuttgart. Die GrĂŒndung erfolgte im Jahr 2010 durch Sara Basad, der heutigen GeschĂ€ftsfĂŒhrerin.
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