Mehr AsylantrÀge im Januar: Syrien Herkunftsland Nummer eins
07.02.2025 - 13:28:28Das geht aus der Statistik des Bundesamtes fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Bamf) fĂŒr den Monat Januar hervor. Insgesamt stieg die Zahl der AsylerstantrĂ€ge gegenĂŒber dem Vormonat den Angaben zufolge um 22,5 Prozent auf 14.920 ErstantrĂ€ge.
Es waren jedoch deutlich weniger AsylerstantrÀge als im Januar 2024. Damals waren 26.376 ErstantrÀge gestellt worden.
Rund 30 Prozent der Antragsteller stammen aus Syrien
Laut Bamf stand Syrien mit 30,4 Prozent aller AsylerstantrĂ€ge im Januar an erster Stelle unter den HerkunftslĂ€ndern der Schutzsuchenden. 13 Prozent der Antragsteller kamen aus Afghanistan, 11,2 Prozent aus der TĂŒrkei. Viele der AntrĂ€ge, die fĂŒr syrische Staatsangehörige gestellt werden, betreffen Kinder, die in Deutschland geboren wurden.
Seit dem 9. Dezember wird ĂŒber AsylantrĂ€ge von Menschen aus Syrien nur in besonderen EinzelfĂ€llen entschieden. Als Grund fĂŒr den Entscheidungsstopp wurde die noch sehr unĂŒbersichtliche Lage in dem arabischen Land angefĂŒhrt. Zuvor hatte eine Rebellenallianz unter FĂŒhrung der islamistischen Gruppierung Haiat Tahrir al-Scham (HTS) Assad in einer Blitzoffensive gestĂŒrzt. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und AuĂenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) haben sich dafĂŒr ausgesprochen, syrischen FlĂŒchtlingen eine einmalige Reise in ihr Herkunftsland zu ermöglichen, ohne dass sie dabei ihren Schutzstatus in Deutschland riskieren.

