Tarifkonflikt, Lebensmittel

Tarifkonflikt Lebensmittel: NGG fordert 5,8% mehr für 1.000er bei Bahlsen

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 01:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Gewerkschaft NGG legt mit einem 24-stündigen Warnstreik 20 Betriebe in Norddeutschland lahm. Bahlsen, Nestlé und andere sind betroffen.

NGG-Warnstreik: 20 Süßwarenbetriebe in Norddeutschland lahmgelegt
Eine Hand hält ein Protestschild mit einem stilisierten Bild eines zerbrochenen Kekses oder Schokoriegels vor einer unscharfen Fabrikkulisse. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Gewerkschaft NGG hat für Montag zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen.

Bahlsen, Nestlé und Co. betroffen

Allein beim Kekshersteller Bahlsen legten über 1.000 Beschäftigte an den Standorten Hannover, Barsinghausen und Langenhagen die Arbeit nieder. Auch in Hamburg standen bei Nestlé die Bänder still.

Die Liste der bestreikten Unternehmen ist lang: Die Schwartauer Werke, der Speiseeisproduzent Froneri in Uelzen (Marke Mövenpick), die Schokoladenfabrik Wilhelm Reuss in Winsen und der Marzipanhersteller Schluckwerder in Adendorf sind betroffen. Branchenexperten zufolge führen die koordinierten Niederlegungen zu spürbaren Unterbrechungen der Lieferketten für Süßwaren, Eis und Marmelade.

Das fordert die Gewerkschaft

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Die NGG verlangt eine Entgelterhöhung von 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Eine soziale Komponente soll greifen: Mindestens 235 Euro mehr pro Monat müssen es sein. Rückwirkend zum 1. Juni sollen die neuen Tarife in Kraft treten.

Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um monatlich 80 Euro. NGG-Verhandlungsführer Finn Petersen nannte die bisherigen Angebote der Arbeitgeber „völlig unzureichend“. Zwar hätten sie ihr Angebot minimal verbessert – für eine Zustimmung der Belegschaften reiche das aber nicht.

Kundgebung in Lüneburg

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Zentraler Sammelpunkt war eine Kundgebung in Lüneburg. Rund 1.000 Teilnehmer aus den verschiedenen norddeutschen Werken versammelten sich dort am Vormittag. Die hohe Beteiligung, besonders bei großen Arbeitgebern wie Bahlsen, unterstreiche die Entschlossenheit der Belegschaften.

Die Arbeitgeberseite hält sich zu den konkreten Auswirkungen der Produktionsausfälle bedeckt. Der Tarifkonflikt gilt als wegweisend für die Branche – traditionell wird hier hart um die Lohnentwicklung gerungen. Ob die Warnstreiks die nächste Verhandlungsrunde beschleunigen, bleibt abzuwarten.

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