Tarifvertrag, SoFi

Tarifvertrag SoFi Stadium: 2.000 BeschÀftigte erhalten 40-Dollar-Mindestlohn

12.06.2026 - 04:01:20 | boerse-global.de

Einigung am SoFi Stadium verhindert Streik zur WM. Neuer Vertrag bringt höhere Löhne und KI-Regeln.

WM 2026: Streik am SoFi Stadium abgewendet – neuer Tarifvertrag
Tarifvertrag - Mitarbeiter in Uniformen wickeln den Ein- und Ausgang bei einer Großveranstaltung mit vielen Menschen und Sicherheitskontrollen ab. 12.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Ein Streik von 2.000 BeschÀftigten ist vom Tisch.

Die Gewerkschaft UNITE HERE Local 11 und der Dienstleister Legends Global einigten sich am 10. Juni auf einen neuen Vertrag. Zuvor hatten 96 Prozent der Mitarbeiter fĂŒr Arbeitsniederlegungen gestimmt. Der neue Tarifvertrag sieht einen Mindestlohn von 40 Dollar pro Stunde fĂŒr Positionen ohne Trinkgeld vor. Außerdem wurden BeschrĂ€nkungen beim KI-Einsatz festgeschrieben. Die Subunternehmer-Quote sinkt um 75 Prozent. Und es gibt ein besonderes Streikrecht fĂŒr den Fall von Razzien der Einwanderungsbehörde ICE.

Anzeige

Ob neue Lohnuntergrenzen oder Arbeitszeitregelungen – rechtssichere VertrĂ€ge sind die Basis fĂŒr eine reibungslose Zusammenarbeit. Diese kostenlose Mustervorlage hilft Ihnen, alle aktuellen gesetzlichen Vorgaben sofort korrekt umzusetzen. Rechtssicheren Arbeitsvertrag als Muster kostenlos herunterladen

Die WM lĂ€uft vom 11. Juni bis 19. Juli in 16 StĂ€dten – die meisten Spiele finden in den USA statt.

Caterer profitiert vom Mega-Event

Der österreichische Caterer DO & CO bewirtet wĂ€hrend des Turniers rund 70.000 VIP-GĂ€ste bei 20 Spielen in Mexiko und den USA. Das Unternehmen meldete fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025/2026 krĂ€ftiges Wachstum: Der Umsatz stieg um 7,1 Prozent auf ĂŒber 2,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte auf 212,28 Millionen Euro.

Was gilt fĂŒr Arbeitnehmer in Deutschland?

Wegen der Zeitverschiebung laufen many WM-Spiele zwischen 18 und 6 Uhr mitteleuropĂ€ischer Zeit. Fachjuristen sind klar: Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung. Wer die Spiele sehen will, muss Urlaub nehmen, Gleitzeit nutzen oder Schichten tauschen. EigenmĂ€chtiges Fernbleiben kann bis zur KĂŒndigung fĂŒhren.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-GaststĂ€tten (NGG) in Hannover warnte am 10. Juni vor Überlastung in der Gastronomie. FĂŒr die rund 4.420 Branchenangestellten im Kreis Hildesheim fordert sie faire DienstplĂ€ne. Die spĂ€ten Anstoßzeiten seien eine Herausforderung fĂŒr den Arbeitsschutz. Wegen der spĂ€ten Termine wird ohnehin mit weniger Public Viewing gerechnet.

Anzeige

Besonders bei spĂ€ten Arbeitszeiten und Schichtdiensten wĂ€hrend sportlicher Großereignisse ist eine prĂ€zise Dokumentation gesetzlich vorgeschrieben. Sichern Sie sich diesen kostenlosen Ratgeber inklusive Mustervorlage fĂŒr eine gesetzeskonforme Erfassung der Arbeitszeit. Kostenlose Mustervorlage zur Arbeitszeiterfassung sichern

Festivals: Mehr Helfer, neue Sicherheitsregeln

Auch die Festivalsaison fordert Personal. Das Festival Francofolies im luxemburgischen Esch/Alzette setzt im Juni auf rund 700 Freiwillige – deutlich mehr als die 515 Helfer im Vorjahr. Sie kommen ĂŒberwiegend aus Luxemburg, Belgien und Frankreich.

Beim österreichischen Nova Rock Festival, das heute startete, sind 840 SanitÀter und 50 weitere Mitarbeiter des Roten Kreuzes im Einsatz. Erstmals liegt ein verstÀrkter Fokus auf psychosozialer Betreuung.

In Wien gelten ab 1. Juli neue Regeln durch das Wiener Veranstaltungsgesetz. Bei Veranstaltungen ab 300 Personen mĂŒssen Betreiber verpflichtende Sicherheits- und Awareness-Konzepte vorlegen. Dazu gehören eine Beleuchtungspflicht fĂŒr sanitĂ€re Anlagen und schwer einsehbare Bereiche sowie strengere Auflagen fĂŒr Open-Air-Events.

Formel 1: Logistik auf Zeit

Die logistischen Anforderungen zeigen sich besonders in der Formel 1. Beim Wechsel von Monaco nach Barcelona mĂŒssen die Teams alles in weniger als 72 Stunden abbauen und neu aufbauen. Red Bull setzt auf redundante Hospitality-Einheiten, andere RennstĂ€lle verlegen die komplette Infrastruktur innerhalb dieses engen Zeitfensters.

ÖPNV-Technik fĂŒr sieben WM-StĂ€dte

Das Karlsruher Unternehmen INIT rĂŒstet sieben Spielorte – darunter Los Angeles und Toronto – mit neuer ÖPNV-Technik aus. Ein System fĂŒr Kreditkarten-Scanner soll die automatische Preisberechnung fĂŒr Fans optimieren. Die Abwicklung soll innerhalb von 500 Millisekunden laufen. Die Technik bleibt ĂŒber das Turnier hinaus in den StĂ€dten.

Die Fanbetreuung des DFB bereitet sich seit zwei Jahren auf die WM vor. Rund 4.000 deutsche AnhĂ€nger sollen vor Ort unterstĂŒtzt werden – mit Fokus auf Sicherheitsfragen und Koordination von FanmĂ€rschen.

de | wirtschaft | 69523795 |