'Washington Post': Musk wollte Trump von harter Zollpolitik abbringen
08.04.2025 - 06:53:04Der Chef des Autobauers Tesla habe am Wochenende persönlich an den US-PrÀsidenten appelliert, schrieb die "Washington Post" unter Berufung auf informierte Personen. Trump lehnte am Montag ein Aussetzen der Zölle trotz der Talfahrt an den AktienmÀrkten ab.
Die Sprecherin des WeiĂen Hauses, Karoline Leavitt, kommentierte den Bericht mit einem Verweis darauf, dass Trump Personen zusammengebracht habe, die unterschiedliche Ideen lieferten. Aber wenn er eine Entscheidung treffe, zögen alle an einem Strang, sagte sie der Zeitung. Musk, der oft Medienberichte zurĂŒckweist, Ă€uĂerte sich zunĂ€chst nicht dazu.
Der Tech-MilliardĂ€r, der fĂŒr Trump zu einem GroĂspender und VerbĂŒndeten wurde, hatte auf seiner Online-Plattform X aber am Wochenende öffentlich Trumps Wirtschaftsberater Peter Navarro kritisiert. Am Montag teilte der dort ein Video, in dem der Ăkonom Milton Friedman die Vorteile des Welthandels am Beispiel der Lieferketten bei einem Bleistift erklĂ€rt. Und Musks Bruder Kimbal hielt Trump bei X vor, mit den Zöllen eine "dauerhafte Steuer" fĂŒr US-Verbraucher geschaffen zu haben.
Tesla wird nach EinschĂ€tzung von Branchenexperten von Trumps Zöllen weniger hart getroffen werden als klassische US-Autohersteller, die stĂ€rker auf Bauteile aus verschiedenen LĂ€ndern angewiesen sind und zum Teil auch fertige Autos in die USA einfĂŒhren. Eine AbkĂŒhlung der Verbraucherausgaben wĂŒrde unterdessen auch Tesla treffen.

