Thyssenkrupp, Schweden

Thyssenkrupp verliert: 4,5-Milliarden-U-Boot-Auftrag nach Schweden

30.06.2026 - 17:19:25 | boerse-global.de

REALTECH-Aktionäre wählen Ex-SAP-Vorstand Leukert. RBI sichert sich Addiko-Mehrheit. Thyssenkrupp verliert Milliardenauftrag.

REALTECH setzt auf KI: Hauptversammlung bestätigt Strategie
Thyssenkrupp - Eine Gruppe von Führungskräften in einem modernen Konferenzraum, die über Finanzdaten und KI-Strategien diskutieren. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Softwarefirmen treiben ihre strategische Neuausrichtung voran, Banken sichern sich Mehrheiten bei Übernahmen, und Industriekonzerne ordnen ihre Beteiligungen neu.

REALTECH setzt auf KI-Strategie

Die Aktionäre der REALTECH AG haben Ende Juni in Heidelberg allen Verwaltungsvorschlägen zugestimmt. Mit einstimmiger Zustimmung wählten sie Bernd Leukert in den Aufsichtsrat. Der frühere SAP-Vorstand soll das Gremium verstärken.

Vorstandschef Daniele Di Croce legte die Bilanz für 2025 vor: Der Umsatz lag bei 11,2 Millionen Euro – ein währungsbereinigtes Plus von 14 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis und der operative Cashflow erreichten jeweils rund 500.000 Euro. Besonders die Tochter in Neuseeland überzeugte mit einem Umsatzplus von über 22 Prozent und einem EBIT von 725.000 Euro. Das Unternehmen verfügt über liquide Mittel von mehr als 7 Millionen Euro.

Für die Zukunft setzt REALTECH auf die KI-Strategie SmartTransform. Trotz eines stabilen Kerngeschäfts und eines erwarteten operativen Ergebnisses von rund 300.000 Euro rechnet das Management für 2026 mit einem negativen Konzernergebnis. Grund sind strategische Investitionen.

Raiffeisen Bank International sichert sich Mehrheit an Addiko

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat bei der Übernahme der Addiko Bank einen wichtigen Meilenstein erreicht. Zum 29. Juni lagen der RBI Annahmeerklärungen für 9.890.151 Aktien vor – das entspricht 50,72 Prozent des Kapitals. Darin enthalten sind auch die Anteile der Alta Group, die 9,63 Prozent ausmachen. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 22. Juli.

Thyssenkrupp: Verlust und Abspaltung

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Der Industriekonzern Thyssenkrupp erlebt gemischte Entwicklungen. Die Tochter Thyssenkrupp Marine Systems unterlag bei einer Ausschreibung in Polen. Die polnische Regierung bestellte drei U-Boote des Typs Saab A26 Blekinge in Schweden – der Vertragswert liegt bei rund 4,5 Milliarden Euro.

Gleichzeitig treibt der Konzern die Abspaltung der Sparte TK-Accelis voran. Aktionäre sollen Anteile im Verhältnis 20 zu 1 erhalten. Für die Hauptversammlung am 7. August wurde eine korrigierte Einberufung veröffentlicht. Analysten von Goldman Sachs zeigen sich zurückhaltender gegenüber Thyssenkrupp Nucera: Sie senkten das Kursziel leicht von 9,00 auf 8,60 Euro, bleiben aber bei der Einstufung Neutral. Grund ist eine skeptischere Einschätzung der künftigen Chlor-Alkali-Umsätze.

Dividenden und Eigenkapitalzusagen

Die Shelly Group SE hielt Ende Juni ihre Hauptversammlung ab. Die Aktionäre stimmten einer Dividende von 0,13 Euro je Aktie zu. Auch alle weiteren Tagesordnungspunkte wurden verabschiedet.

Bei der Emerald Horizon AG sicherte Vorstand und Mehrheitsaktionär Florian Wagner dem Unternehmen eine Eigenkapitalzufuhr von 20 Millionen Euro zu. Die Summe soll in vier Tranchen über zwei Jahre fließen. Die erste Rate von gut 5 Millionen Euro wurde bereits im Juni bereitgestellt. Die Mittel sind für die Zusammenarbeit mit der VDL Groep und für regulatorische Vorhaben mit Royal HaskoningDHV vorgesehen.

Aktienrückkäufe und Stimmrechtsänderungen

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Zum Ende des ersten Halbjahres meldeten mehrere Konzerne den Stand ihrer Rückkaufprogramme. Die adidas AG erwarb im Rahmen der zweiten Tranche innerhalb einer Woche im Juni insgesamt 138.712 Aktien. Die Durchschnittskurse lagen zwischen rund 171 und 180 Euro. Stabilus SE gab bekannt, seit Mitte Januar insgesamt 500.255 eigene Anteile zurückgekauft zu haben.

Auch bei den Stimmrechten gab es Veränderungen: Die Vonovia SE meldete nun 848.435.117 Stimmrechte, die Rheinmetall AG 46.777.223. Beide begründeten die Änderung mit der Ausgabe neuer Bezugsaktien. Auch init innovation gab eine Erhöhung auf 11.040.000 Stimmrechte infolge einer Kapitalmaßnahme bekannt.

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