WDH / ROUNDUP: Heftiger Raketenbeschuss auf Kiew: 53 Verletzte, HÀuser beschÀdigt
13.12.2023 - 11:06:00Satz berichtigt)
KIEW (dpa-AFX) - Nach einem heftigen russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew haben RettungskrĂ€fte bis Mittwochmorgen 53 Verletzte gezĂ€hlt. 20 Verletzte, darunter 2 Kinder, wĂŒrden im Krankenhaus behandelt, teilte BĂŒrgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Die anderen Verletzten seien ambulant versorgt worden. Informationen ĂŒber Getötete gab es nach Angaben der Stadtverwaltung nicht.
Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, die Hauptstadt sei mit zehn ballistischen Raketen beschossen worden. Alle zehn seien durch die Flugabwehr abgefangen worden. Wahrscheinlich habe Russland umfunktionierte Raketen des Flugabwehrsystems S-400 eingesetzt, schrieb der Leiter des ukrainischen PrÀsidialamtes, Andryj Jermak, auf Telegram. Ziel des Angriffs seien Infrastrukturanlagen in Kiew gewesen.
Die SchĂ€den in der Millionenstadt entstanden demnach durch herabstĂŒrzende Teile der angreifenden Raketen wie der Flugabwehrraketen. In einem der östlichen Stadtteile gab es nach Medienangaben einen Brand in einem neungeschossigen Hochhaus. In dessen Hof seien auch acht Autos ausgebrannt. Es gab eine Reihe weiterer BrĂ€nde, an vielen HĂ€usern barsten die Fenster. Nach Klitschkos Angaben wurden auch ein Kinderkrankenhaus und eine Anlage der Wasserversorgung leicht beschĂ€digt.
FĂŒr Kiew war es der folgenschwerste Angriff seit ĂŒber einem Jahr. Damals waren am 10. Oktober 2022 fĂŒnf Menschen getötet worden, am 17. Oktober 2022 vier Menschen.
Bei dem nĂ€chtlichen Luftangriff auf die Ukraine wurden nach MilitĂ€rangaben auch zehn anfliegende russische Kampfdrohnen abgeschossen. Die Ukraine wehrt seit ĂŒber 21 Monaten eine russische Invasion ab. Ihr Hinterland wird dabei fast tĂ€glich von russischen Drohnen und Raketen angegriffen. Die ukrainische Flugabwehr ist inzwischen mit westlicher Hilfe massiv verstĂ€rkt worden.

