WDH / ROUNDUP / Inflation schwÀcht sich weiter ab - Niedrigster Wert seit April 2021
12.04.2024 - 07:08:06(Tippfehler in Headline beseitigt.)
WIESBADEN (dpa-AFX) - Inflationsgeplagte Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland können hoffen: Die Teuerung schwÀchte sich im MÀrz weiter ab. Nahrungsmittel wurden erstmals seit langem billiger, Energie kostete weniger als ein Jahr zuvor. Details zur MÀrz-Inflation gibt das Statistische Bundesamt an diesem Freitag (0800 Uhr) bekannt.
Nach vorlĂ€ufigen Daten der Behörde lagen die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats. Niedriger war der Wert zuletzt im April 2021 mit damals 2,0 Prozent. Im Februar des laufenden Jahres hatte die Teuerungsrate noch bei 2,5 Prozent gelegen und im Januar bei 2,9 Prozent.
Trotz der zu Jahresanfang ausgelaufenen Energie-Preisbremsen und der Anhebung des CO2-Preises auf 45 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO2) verbilligte sich Energie nach den vorlĂ€ufigen Daten im MĂ€rz um 2,7 Prozent. FĂŒr Nahrungsmittel zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher 0,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Nach frĂŒheren Angaben der Statistiker lagen die Nahrungsmittelpreise erstmals seit Februar 2015 damit unterhalb der Preise des Vorjahresmonats. Dienstleistungen verteuerten sich hingegen um 3,7 Prozent.
FĂŒhrende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten im Jahresschnitt eine deutliche AbschwĂ€chung der Inflation auf 2,3 Prozent nach 5,9 Prozent im vergangenen Jahr. Auf den letzten Metern könnte es allerdings noch holprig werden, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib unlĂ€ngst. "Schon im April ist durch das Ende der Mehrwertsteuerabsenkung mit einem Preisschub bei der Gas- und WĂ€rmeversorgung zu rechnen."
Die groĂe Inflationswelle ist nach EinschĂ€tzung von Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater aber vorbei. "Die regelrechte Inflationspanik, die in Teilen der Bevölkerung durchaus zu Recht herrschte, liegt hinter uns", sagte Kater der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.
Höhere Teuerungsraten schmĂ€lern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Menschen können sich fĂŒr einen Euro weniger leisten. Im vergangenen Jahr setzten viele Verbraucher daher den Rotstift an. Der Privatkonsum fiel als wichtige KonjunkturstĂŒtze aus.
GegenĂŒber dem Vormonat Februar stiegen die Verbraucherpreise im MĂ€rz nach den vorlĂ€ufigen Daten um 0,4 Prozent.

