Kopenhagen, GĂ€ste

Kopenhagen belohnt GĂ€ste wieder fĂŒr nachhaltigeres Reisen

12.05.2025 - 11:50:37

Tourismus und Nachhaltigkeit gehen selten Hand in Hand. Die dĂ€nische Hauptstadt will daran etwas Ă€ndern - mit Belohnungen unter anderem fĂŒr Bahnfahrer.

In Zeiten von Übertourismus und Klimakrise will die dĂ€nische Hauptstadt Kopenhagen ihre GĂ€ste erneut zum nachhaltigeren Reisen animieren. Die Kampagne «CopenPay» wird in diesem Sommer auf einen lĂ€ngeren Zeitraum, mehr Angebote und mit einem Fokus auf Zugreisende ausgeweitet. 

Bereits bei einem mehrwöchigen Pilotprojekt im Sommer 2024 konnten sich Touristen bestimmte kulturelle Erlebnisse, GetrĂ€nke und anderes verdienen, indem sie wĂ€hrend ihres Kopenhagen-Aufenthalts zum Beispiel das Fahrrad oder die Metro nutzten oder MĂŒll in Parks, an StrĂ€nden oder in GewĂ€ssern aufsammelten. Dieses Angebot wird nun auf einen Zeitraum von neun Wochen verdoppelt und die Zahl der zugehörigen Aktionen auf 90 verdreifacht, wie die Tourismusorganisation Wonderful Copenhagen mitteilte. Die Kampagne lĂ€uft demnach in diesem Jahr vom 17. Juni bis zum 17. August.

Rabatte fĂŒr Zugreisende

Neu ist unter anderem ein Fokus auf Bahnfahrer: Wer mit dem Zug nach Kopenhagen kommt, soll dafĂŒr unter anderem mit kostenlosen LeihfahrrĂ€dern, Yoga-Stunden, FĂŒhrungen oder ermĂ€ĂŸigten Eintrittspreisen fĂŒr einige der grĂ¶ĂŸten Attraktionen der Stadt belohnt werden. DarĂŒber hinaus sollen Urlauber animiert werden, weniger zu reisen - dafĂŒr aber lĂ€nger zu bleiben.

«Indem wir verantwortungsbewusstere Handlungen in das Besuchererlebnis integrieren, definiert CopenPay neu, wie wir dem Tourismus in Kopenhagen begegnen», erklĂ€rte der Leiter von Wonderful Copenhagen, SĂžren Tegen Pedersen. Anstatt noch mehr GĂ€ste in die Stadt zu bringen, ziele die Kampagne darauf ab, das Bewusstsein der Touristen fĂŒr ein nachhaltigeres Reisen zu schĂ€rfen. Tourismus trage maßgeblich zu den CO2-Emissionen bei, weshalb es notwendig sei, die Denkweise von Reisenden zu verĂ€ndern und sie zu umweltfreundlicheren Entscheidungen zu ermutigen.

@ dpa.de