KMK-PrÀsidentin, Digitalpakt

KMK-PrĂ€sidentin zuversichtlich fĂŒr neuen Digitalpakt

15.11.2024 - 06:14:26

Trotz des Bruchs der Ampelregierung ist die PrÀsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) optimistisch, dass sich Bund und LÀnder bei der Finanzierung der Digitalisierung in Schulen noch einigen.

"Die Rahmenbedingungen sind durch die aktuelle politische Lage nicht einfacher geworden", sagte die saarlĂ€ndische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in SaarbrĂŒcken. "Ich bin zuversichtlich, dass wir einen gemeinsamen Weg finden können."

Sie stĂŒtzt sich dabei auf ein Treffen mit dem neuen Bundesbildungsminister Cem Özdemir (GrĂŒne) diese Woche auf der Statuskonferenz DigitalPakt in Berlin. Der Minister habe dort "das bisher in den LĂ€ndern Geleistete im Bereich der digitalen Bildung gewĂŒrdigt", sagte sie. "Diese konstruktive Haltung war ein wichtiges Signal an die LĂ€nder und ein guter Auftakt fĂŒr weitere anstehende GesprĂ€che und Verhandlungen ĂŒber einen Digitalpakt 2.0."

Bund und LĂ€nder streiten ums Geld

"Ich sehe eine hohe Bereitschaft aller Beteiligten, die Verhandlungen zum Digitalpakt 2.0 konstruktiv und schnell zu einem guten Ziel zu fĂŒhren", sagte Streichert-Clivot. Sie werde Özdemir auch zur nĂ€chsten Sitzung der Bildungsministerkonferenz im Dezember einladen. "FĂŒr mich ist klar: Wir brauchen dringend einen Digitalpakt 2.0."

Seit Monaten schwelt der Streit zwischen Bund und LĂ€ndern ĂŒber das Geld fĂŒr die weitere Digitalisierung an Schulen. Beim ersten Digitalpakt, der im vergangenen Mai auslief, hatte sich der Bund seit 2019 mit 6,5 Milliarden Euro beteiligt. Damit hatte er 90 Prozent der Ausgaben fĂŒr die Digitalisierung in den Schulen wie Laptops und digitale Tafeln finanziert. Die restlichen zehn Prozent wurden von LĂ€ndern und Kommunen getragen. Berlin will jetzt maximal noch 50 Prozent finanzieren. Das halten die LĂ€nder fĂŒr zu wenig.

"Digitale Spaltung" schließen

Die KMK-PrĂ€sidentin sagte, es sei wichtig, die Investitionen der vergangenen Jahre fortzusetzen. "Sonst laufen wir Gefahr, RĂŒckschritte bei der Digitalisierung an unseren Schulen zu machen. Das darf nicht passieren." Investitionen in die Digitalisierung der Schulen hĂ€tten auch eine soziale Dimension. "Wir mĂŒssen die digitale Spaltung dringend schließen und sicherstellen, dass kein junger Mensch zurĂŒckbleibt."

@ dpa.de