MinisterprĂ€sident Lies zu SteuerplĂ€nen: Sind nicht gegen die MaĂnahmen
04.06.2025 - 18:13:57 | dpa.deDiese könnten einen "wesentlichen Aspekt" fĂŒr Verbesserungen beitragen, sagte der SPD-Politiker am Vortag von Beratungen mit seinen LĂ€nderkollegen in Berlin.
Lies: Haben gemeinsames Ziel
"Wie kriegen wir jetzt eigentlich eine neue Dynamik in die wirtschaftliche Entwicklung? Das ist wirklich, glaube ich, das absolut zentrale Thema, das uns alle umtreibt", sagte Lies. Es handle sich auch um "MaĂnahmen zur Stabilisierung der Demokratie". Er betonte: "Wir sind nicht gegen MaĂnahmen, sondern wir haben hier ein gemeinsames Ziel."
Lies machte zugleich die finanziellen Sorgen der LĂ€nder deutlich. "Aber wir mĂŒssen darauf achten, dass wir nicht das eine Problem lösen, auf der anderen Seite ein neues Problem auf Landes- und kommunaler Seite schaffen." Man mĂŒsse sich zeitnah mit dem Bund einig werden. "Das Letzte, was dieses Land jetzt gebrauchen kann, ist jetzt ein langfristiger Disput, der zwischen den LĂ€ndern und dem Bund stattfindet. Das zahlt nur bei denen ein, die eh unser System eher infrage stellen als begrĂŒĂen."
Belastungen in Gemeinden vor allem in Anfangsjahren
Das Kabinett hatte am Mittwoch ein Paket auf den Weg gebracht, das Firmen mit Steueranreizen Investitionen schmackhaft machen soll. Laut Gesetzentwurf entgehen dem Staat - Bund, LĂ€ndern und Kommunen - durch das Paket bis 2029 Einnahmen von knapp 46 Milliarden Euro ("volle Jahreswirkung"). Das Volumen wĂ€chst dabei ĂŒber die Jahre an: In diesem Jahr wird die Entlastung fĂŒr Firmen auf 2,5 Milliarden Euro beziffert, 2028 dann auf 12 Milliarden Euro.
Vor allem in den Anfangsjahren mĂŒssen die Gemeinden einen ĂŒberproportional groĂen Teil der Kosten tragen - ihnen entgehen nach Rechnung des IW Köln von 2025 bis 2028 Steuereinnahmen von rund 11 Milliarden Euro. Im Bundesrat könnte es daher Widerstand gegen die PlĂ€ne geben.
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