Insolvenzen stagnieren auf hohem Niveau
22.05.2026 - 08:47:21 | dpa.de
Vor den deutschen Amtsgerichten stagniert die Zahl der Insolvenzanmeldungen. Im Februar haben 2.053 Unternehmen ihre ZahlungsunfĂ€higkeit angezeigt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 0,7 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Im Januar und Dezember waren noch deutliche Anstiege in der Jahresfrist registriert worden.Â
Besonders betroffen war im Februar erneut das Gastgewerbe mit 9,7 FĂ€llen je 10.000 Unternehmen. Im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei meldeten mit 11,1 FĂ€llen anteilig sogar noch mehr Firmen eine Insolvenz an. Die Forderungen der GlĂ€ubiger zu sĂ€mtlichen FĂ€llen fielen mit 2,5 Milliarden Euro aber deutlich geringer aus als ein Jahr zuvor, als 9,0 Milliarden Euro im Feuer standen.Â
Ob letztlich alle FĂ€lle von den Insolvenzgerichten so weit gebracht werden, dass sie in die amtliche Statistik eingehen, ist noch offen. Der Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt dem Bundesamt zufolge oft fast drei Monate davor.
Keine Entspannung in Sicht
Nachhaltige Entspannung ist trotzdem nicht in Sicht: Nach jĂŒngsten Zahlen des Leibniz-Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle (IWH), das monatlich die Entwicklung der Insolvenzen analysiert, stieg die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften im April auf 1.776. Das seien drei Prozent mehr als im MĂ€rz und zehn Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte das IWH mit. Schon fĂŒr das erste Quartal hatten die Forscher einen Höchststand seit mehr als 20 Jahren gemeldet.Â
Im Jahr 2025 waren amtlichen Zahlen zufolge so viele Unternehmen in Deutschland in die Pleite gerutscht wie seit 2014 nicht: 24.064 FĂ€lle waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts gut 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Schon 2023 und 2024 hatte die Zahl der Firmenpleiten deutlich um jeweils mehr als 20 Prozent zugelegt.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
