Trump, Abordnung

Trump brĂŒskiert kubanische Abordnung bei UN-Vollversammlung

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 17:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die kubanischen Vertreter in der UN-Vollversammlung haben wÀhrend US-PrÀsident Donald Trumps Kritik an der Nation ihre PlÀtze verlassen.

"Es ist ein völlig gescheiterter Staat", sagte Trump im Verlauf seiner Rede. "Es (Kuba) scheitert so sehr wie nie zuvor." Kurz darauf war im Livestream aus dem Saal zu sehen, wie die kubanische Abordnung aufstand und Richtung Ausgang ging.

Trump sagte, Außenminister Marco Rubio stecke tief in Verhandlungen mit Kuba. "Mal sehen, was passiert. Wir werden keinen Zufluchtsort fĂŒr auslĂ€ndische Gegner zulassen, von dem aus sie Amerika direkt vor unserer HaustĂŒr bedrohen können - unmittelbar vor unserer HaustĂŒr", sagte Trump. "Das kubanische Regime hat außerdem jahrzehntelang mit linksgerichteten Radikalen und kommunistischen Netzwerken hier in den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet."

Die US-Regierung hatte Kuba in den vergangenen Monaten mit einer Reihe von Sanktionen belegt. Dadurch haben sich die jahrelange Wirtschafts- und Energiekrise sowie die humanitÀre Notlage in dem Karibikstaat dramatisch verschÀrft. Der Kommunismus werde niemals nach Amerika kommen, sagte Trump. "aber die Freiheit wird nach Kuba kommen".

Trump drohte schon mit Übernahme

Nach dem US-MilitĂ€reinsatz in Venezuela im Januar hatte Kuba seinen engsten VerbĂŒndeten und einen wichtigen Öllieferanten verloren. Zudem fĂŒhrte die Androhung der USA von Strafsanktionen dazu, dass andere LĂ€nder ihre Öllieferungen nach Kuba einstellten und sich auslĂ€ndische Investoren von der Insel zurĂŒckzogen, darunter internationale Hotelketten. Der Tourismus, der eine der Haupteinnahmequellen der Insel darstellt, brach ein.

Trump hatte zuvor mit einer Übernahme der nur rund 150 Kilometer von Florida entfernten Insel gedroht. Er forderte die sozialistische Regierung dazu auf, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spĂ€t sei - ohne zu sagen, worin genau die Vereinbarung bestehen sollte. Washington hat allerdings klargestellt, dass es einen wirtschaftlichen und politischen Richtungswechsel in Kuba sowie eine Distanzierung der kubanischen Regierung von GroßmĂ€chten wie China und Russland erwartet - im Namen der nationalen Sicherheit der USA.

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