Tui, Reiselust

Tui profitiert von der Reiselust – Kreuzfahrten boomen

13.08.2025 - 09:47:16

Tui hat von April bis Juni gut verdient. Vor allem Hotels und Kreuzfahrten liefen stark. Die Gewinnprognose fĂŒr das Gesamtjahr steigt.

  • Rosige Aussichten fĂŒr Tui: Das GeschĂ€ft mit Hotels und Kreuzfahrten brummt. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

    Julian Stratenschulte/dpa

  • Tui-Chef Ebel fĂŒhrt den Konzern seit Oktober 2022. Zuvor war er Finanzvorstand und verantwortete lange die Bereiche Hotels, Kreuzfahrten und Destinationen. (Archivbild) - Foto: Carsten Koall/dpa

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Rosige Aussichten fĂŒr Tui: Das GeschĂ€ft mit Hotels und Kreuzfahrten brummt. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpaTui-Chef Ebel fĂŒhrt den Konzern seit Oktober 2022. Zuvor war er Finanzvorstand und verantwortete lange die Bereiche Hotels, Kreuzfahrten und Destinationen. (Archivbild) - Foto: Carsten Koall/dpa

Der Reisekonzern Tui hat im dritten GeschĂ€ftsquartal nach eigenen Angaben das bislang beste Ergebnis im laufenden GeschĂ€ft seit 2014 eingefahren. Von April bis Juni ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um gut sieben Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gestiegen, wie das im MDax gelistete Unternehmen aus Hannover mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) habe um 38 Prozent auf 321 Millionen Euro zugelegt. Auf die AktionĂ€re entfiel ein Überschuss von 183 Millionen Euro nach 52 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Haupttreiber seien erneut die konzerneigenen Hotels und Kreuzfahrten im Segment «Urlaubserlebnisse» gewesen, hieß es. Die Hotelmarken Riu, Tui Blue und Robinson Clubs hĂ€tten das Rekordniveau des Vorjahres erreicht. Die Kreuzfahrtsparte mit Tui Cruises, Hapag-Lloyd Cruises und Marella Cruises habe dagegen ein Rekordergebnis erzielt – gestĂŒtzt durch zwei neue Schiffe, eine um 33 Prozent erweiterte KapazitĂ€t und eine voll ausgelastete Flotte.

Bereits am Dienstag hatte Tui angekĂŒndigt, seine Gewinnprognose fĂŒr das bis Ende September laufende GeschĂ€ftsjahr anzuheben. 

SommergeschÀft schwÀcher

FĂŒr das SommergeschĂ€ft verzeichne Tui im Veranstalterbereich rund zwei Prozent weniger GĂ€ste als im Vorjahr, in Deutschland sogar fĂŒnf Prozent weniger. Die Preise lĂ€gen im Schnitt drei Prozent höher. Ebel sagte, man mĂŒsse nicht «den letzten Kunden» mitnehmen, an dem man nichts verdiene. Etwa 86 Prozent der angebotenen Pauschalreisen fĂŒr den Sommer seien bis Anfang August verkauft gewesen.

SpĂ€te Buchungen und Ă€ußere EinflĂŒsse

Nach Unternehmensangaben buchen viele Kunden ihre Reisen spĂ€ter als in den Vorjahren und achten stĂ€rker auf Wetterlagen oder geopolitische Entwicklungen wie den Konflikt im Nahen Osten. Um gegenzusteuern, biete Tui auch Rabattgutscheine an. Die jĂŒngsten Hitzewellen könnten dazu fĂŒhren, dass sich mehr Kunden fĂŒr Reisen im September oder Oktober entschieden, so Ebel.

Im dritten Quartal zÀhlte Tui 5,9 Millionen GÀste, etwas weniger als im gleichen Zeitraum 2019 vor der Corona-Pandemie, als es 6,0 Millionen waren.

Blick auf Winter und Digitalisierung

Der Start in die Wintersaison 2025/26 sei «ausgesprochen positiv», hieß es weiter. Tui habe die Flug- und HotelkapazitĂ€ten leicht erhöht und wolle im Winter verstĂ€rkt auf Fernreisen setzen. 

Ebel verwies zudem auf die Vorteile des integrierten GeschĂ€ftsmodells und den Ausbau digitaler VertriebskanĂ€le. Die ĂŒber die Tui-App erzielten VerkĂ€ufe seien um 42 Prozent gestiegen. Neue Angebote wie die Plattform Tui Tours, bei der Kunden mehrtĂ€gige Reisen individuell zusammenstellen könnten, sollten die Angebotspalette erweitern.

@ dpa.de