Maschinen, Landwirte

Überbreite Maschinen: Landwirte brauchen Genehmigung ab 3,00 Meter

21.06.2026 - 12:12:47 | boerse-global.de

Landwirte benötigen für überbreite Erntemaschinen ab 3 Metern eine Ausnahmegenehmigung. Fehlt diese, drohen rechtliche und finanzielle Konsequenzen.

Landmaschinen: Genehmigungspflicht für überbreite Fahrzeuge ab 3 Metern
Maschinen - Ein überbreiter Mähdrescher mit Warnleuchten fährt bei Dämmerung auf einer Landstraße. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sonderregeln für die Landwirtschaft

Die allgemeine Fahrzeugbreite ist auf 2,55 Meter begrenzt. Für die Land- und Forstwirtschaft gelten Sonderregelungen. Bis zu 3,00 Meter Breite sind ohne Einzelfallprüfung erlaubt.

Anzeige: Wer mit überbreiten Maschinen unterwegs ist, braucht eine Genehmigung nach §70 StVZO – sonst drohen Haftungsrisiken. Unser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie die Ausnahmegenehmigung beantragen, die örtliche Erlaubnis einholen und sogar die THG-Prämie für Ihren Hoflader sichern. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Erst wenn Maschinen dieses Maß überschreiten, wird es kompliziert. Dann ist eine explizite Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO nötig. Fehlt diese Erlaubnis, drohen bei Kontrollen oder Unfällen empfindliche Konsequenzen für Halter und Fahrer.

Der Weg zur Genehmigung

Um die Ausnahmegenehmigung zu bekommen, müssen Landwirte mehrere Dokumente vorlegen. Zentral ist ein technisches Gutachten. Das erstellen Sachverständige von TÜV oder DEKRA – in bestimmten Fällen auch der Hersteller selbst.

Wichtig: Das Gutachten darf bei der Beantragung maximal 18 Monate alt sein.

Zusätzlich ist eine Unbedenklichkeitserklärung der Versicherung Pflicht. Sie bestätigt, dass der Versicherungsschutz auch für den Betrieb mit Überbreite auf öffentlichen Straßen gilt.

Örtliche Erlaubnis und Haftung

Die fahrzeugbezogene Genehmigung ist nur der erste Schritt. Für die tatsächliche Nutzung der Straßen braucht es eine ergänzende örtliche Erlaubnis nach § 29 StVO.

Dabei steht die Haftung im Vordergrund. Antragsteller müssen eine Haftungserklärung abgeben. Sie deckt mögliche Schäden ab, die durch die überbreiten Maschinen an der Straßeninfrastruktur entstehen.

Die örtliche Erlaubnis gilt in der Regel für drei Jahre. Dann steht eine erneute Prüfung an.

Zulassungspflicht und finanzielle Fallstricke

Anzeige: Elektro-Hoflader ohne Zulassung? Dann entgeht Ihnen die THG-Prämie. Viele Landwirte übersehen, dass das Umweltbundesamt einen Fahrzeugschein verlangt. Unser Leitfaden erklärt, wie Sie mit einer freiwilligen Zulassung die Prämie sichern – und gleichzeitig die Genehmigung für überbreite Maschinen nach §70 StVZO korrekt beantragen. THG-Prämie & Genehmigung: Leitfaden jetzt sichern

In der Praxis ist die Unterscheidung zwischen zulassungspflichtigen und zulassungsfreien Maschinen wichtig – besonders bei finanziellen Anreizen.

Branchenexperten weisen darauf hin: Die Treibhausgasquote (THG-Prämie) für elektrische Hoflader gibt es nur mit offizieller Zulassungsbescheinigung Teil I. Viele Hoflader mit maximal 20 km/h gelten aber als zulassungsfreie Arbeitsmaschinen und haben nur eine allgemeine Betriebserlaubnis.

Da das Umweltbundesamt für die Quotenprämie einen Fahrzeugschein verlangt, kann eine freiwillige Zulassung wirtschaftlich sinnvoll sein – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

de | wirtschaft | 69595869 |