Ukraine-Krieg, Meloni

Ukraine-Krieg: Meloni fordert gemeinsame Stimme Europas

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 14:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Italiens MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni fordert eine verbindliche Entscheidung darĂŒber, wer Europa bei Verhandlungen ĂŒber ein Ende des Ukraine-Kriegs vertritt.

"Was ich weiterhin fordere, ist, dass ein fĂŒr alle Mal entschieden wird, wer am Verhandlungstisch im Namen der EuropĂ€ischen Union sitzt und mit welchem Mandat", schrieb Meloni in einem Brief an EU-RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die italienische Regierungschefin erklĂ€rte, ein "uneinheitliches Vorgehen mit Initiativen, die sich gegenseitig jagen und ĂŒberschneiden", werde Europa "weder bei unseren Partnern helfen noch bei jenen, die wir davon ĂŒberzeugen mĂŒssen, eine sinnlose Aggression zu beenden".

Meloni fordert Entscheidung beim EuropÀischen Rat

Beim nĂ€chsten informellen EuropĂ€ischen Rat in Dublin kommende Woche solle diese Frage unter den Partnern erörtert werden, forderte Meloni in dem Schreiben. Der EuropĂ€ische Rat am 17. und 18. Dezember in BrĂŒssel wiederum soll dadurch in der Lage sein, "nach einer Abstimmung mit dem Vereinigten Königreich, Norwegen und den anderen interessierten europĂ€ischen Partnern eine entsprechende Entscheidung förmlich zu beschließen".

Sollte keine Einigung auf eine gemeinsame Stimme gelingen, drohe Europa im Verhandlungsprozess die Bedeutungslosigkeit, warnte Meloni. Sie erklĂ€rte weiter, man gebe sonst weiter das Bild eines Europas ab, das uneinheitlich vorgehe. Dies diene den Interessen jener, die wollen, dass dieser Krieg weitergeht. "Und ich halte das fĂŒr inakzeptabel, angesichts der Tatsache, dass Menschenleben und die Zukunft unserer Sicherheit auf dem Spiel stehen."

Zuletzt Kritik an Stubb-StĂžre-Telefonat mit Putin

Meloni hatte sich bereits in der Vergangenheit mehrfach kritisch ĂŒber einzelne Initiativen und GesprĂ€chsformate gezeigt, die ihrer Ansicht nach zu einer Zersplitterung der europĂ€ischen Position in der Ukraine-Frage beitragen. Zuletzt gab es aus Rom Kritik an dem unter den EuropĂ€ern nicht koordinierten Telefonat von Finnlands PrĂ€sident Alexander Stubb und Norwegens Regierungschef Jonas Gahr StĂžre mit Kremlchef Wladimir Putin Ende Oktober.

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