Zustandsbericht, Bahnnetz

Zustandsbericht: Bahnnetz nicht weiter verschlechtert

15.04.2025 - 15:03:36

Um die Infrastruktur der Bahn ist es schlecht bestellt. Doch zumindest wurde es im vergangenen Jahr nicht schlechter. Bis die FahrgĂ€ste Verbesserungen spĂŒren, dĂŒrfte es aber noch dauern.

  • Die Stellwerke der Bahn sind zum Teil mehr als 100 Jahre alt. (Archivbild) - Foto: Matthias Bein/dpa

    Matthias Bein/dpa

  • Den schlechten Zustand der Infrastruktur und die zahlreichen Baustellen merken FahrgĂ€ste jeden Tag - wie etwa in MĂŒnchen auf der Stammstrecke. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa

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  • Digitale Stellwerke wurden unter anderem bei der Sanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim eingebaut. (Archivbild) - Foto: Lando Hass/dpa

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  • Chaos bei der Bahn ist fĂŒr viele FahrgĂ€ste schon reine Gewohnheit. (Archivbild) - Foto: Thomas Banneyer/dpa

    Thomas Banneyer/dpa

Die Stellwerke der Bahn sind zum Teil mehr als 100 Jahre alt. (Archivbild) - Foto: Matthias Bein/dpaDen schlechten Zustand der Infrastruktur und die zahlreichen Baustellen merken FahrgĂ€ste jeden Tag - wie etwa in MĂŒnchen auf der Stammstrecke. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpaDigitale Stellwerke wurden unter anderem bei der Sanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim eingebaut. (Archivbild) - Foto: Lando Hass/dpaChaos bei der Bahn ist fĂŒr viele FahrgĂ€ste schon reine Gewohnheit. (Archivbild) - Foto: Thomas Banneyer/dpa

Der Zustand des Schienennetzes in Deutschland hat sich der Deutschen Bahn zufolge erstmals seit Jahren nicht weiter verschlechtert. Im sogenannten Netzzustandsbericht vergab der bundeseigene Konzern fĂŒr das gesamte Bahnnetz fĂŒr 2024 eine Schulnote von 3,0, nach 3,03 im Vorjahr.

«Wir haben die Verschlechterung des Zustandes unserer Infrastruktur gestoppt», teilte der Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo, Philipp Nagl, mit. Grund dafĂŒr seien vor allem die hohen Investitionen ins Schienennetz. Fast 20 Milliarden Euro seien im vergangenen Jahr verbaut worden. «Jetzt kommt es darauf an, diese Mittel langfristig zu verstetigen – dann kann eine echte Trendwende gelingen», betonte Nagl. «Denn trotz des jetzigen Erfolgs sind viele unserer Anlagen und Bahnhöfe unverĂ€ndert in keinem guten Zustand.» 

WĂ€hrend Gleise, Weichen, Oberleitungen und Bahnhöfe in großem Umfang erneuert wurden, gibt es bei der Leit- und Sicherheitstechnik weiter Nachholbedarf. Dazu gehören die Stellwerke, von denen sich deutlich mehr als die HĂ€lfte in mindestens «schlechtem» Zustand befindet. Der Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal gestiegen. Viele der Anlagen sind mehr als 100 Jahre alt und mĂŒssen von Hand bedient werden.

Den weiterhin schlechten Zustand der Infrastruktur spĂŒren die FahrgĂ€ste tĂ€glich. Allein im MĂ€rz war aufgrund der zahlreichen Baustellen im Netz ein gutes Drittel aller FernzĂŒge mit VerspĂ€tungen unterwegs - ZugausfĂ€lle nicht eingerechnet. Bis 2027 soll sich die PĂŒnktlichkeitsquote im Zuge eines großangelegten Sanierungsprogramms auf 75 bis 80 Prozent erhöhen.

@ dpa.de