Faeser zu GesprĂ€chen ĂŒber irregulĂ€re Migration in Bosnien
11.06.2024 - 22:28:32Die Zahl unerlaubter Einreisen ĂŒber den Westbalkanstaat war zuletzt gestiegen.
Aus Regierungskreisen in Berlin hieĂ es am Dienstagabend, in den GesprĂ€chen mit Regierungsvertretern sei es unter anderem um den Grenzschutz gegangen sowie die Kooperation bei RĂŒckfĂŒhrungen, die Visapraxis und die BekĂ€mpfung der Organisierten KriminalitĂ€t. Seitdem Serbien die Kontrollen an seinen FlughĂ€fen verstĂ€rkt habe, reisten mehr Menschen ĂŒber Sarajevo nach Deutschland ein. 2023 seien 35 000 tĂŒrkische Staatsangehörige mehr nach Bosnien eingereist als offiziell wieder ausgereist, hinzu kĂ€men rund 14 000 Russen und 6800 Chinesen. Ministerin Faeser habe daher die Erwartung deutlich gemacht, dass Bosnien seine Visapolitik an die der EuropĂ€ischen Union anpasst.
Faeser wurde auf ihrer Reise unter anderem von Bundespolizei-PrĂ€sident Dieter Romann begleitet. Bosnien sei als Staat mit EU-Beitrittsperspektive ein Schwerpunktland im Rahmen der polizeilichen Aufbauhilfe, um rechtsstaatliche Polizeistrukturen zu stĂ€rken, hieĂ es aus Regierungskreisen. Die deutsche Delegation habe UnterstĂŒtzung bei der Polizeiausbildung angeboten, damit Bosnien unter anderem seine Grenzschutz-Aufgaben gut wahrnehmen könne.

