Umfrage: Die Mehrheit nutzt Online-Banking
07.05.2024 - 12:34:58 | dpa.de
Der Digitalverband Bitkom sieht einen ungebrochenen Trend zum Online-Banking - inzwischen auch bei Àlteren Menschen. Erstmals habe in einer Umfrage des Verbandes auch in der Gruppe der ab 65-JÀhrigen in Deutschland eine Mehrheit (54 Prozent) angegeben, BankgeschÀfte am heimischen Computer oder per App auf dem Smartphone zu erledigen, teilte der Verband mit. In allen anderen Altersgruppen liegt der Wert allerdings deutlich höher bei mehr als 90 Prozent.
Insgesamt nutzen der Erhebung zufolge acht von zehn der 1004 Befragten Online-Banking. Mit 81 Prozent wurde der Höchstwert des Corona-Jahres 2021 (80 Prozent) ĂŒbertroffen. Zudem ist nach Bitkom-Angaben erstmals die Zahl derer, die BankgeschĂ€fte ausschlieĂlich ĂŒber digitale KanĂ€le tĂ€tigen (42 Prozent), gröĂer als die seit Jahren kleiner werdende Gruppe derjenigen, die nach eigenen Angaben zumindest gelegentlich in eine Bankfiliale gehen, um sich dort beraten zu lassen (40 Prozent).
Gute App fĂŒr viele Kunden wichtiger als dichtes Filialnetz
«Es gibt einen klaren Trend hin zu Online-First und Online-Only beim Banking», stellte Bitkom-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernhard Rohleder fest. «Digitale Angebote gewinnen fĂŒr Banken immer weiter an Bedeutung.» Seit Jahren dĂŒnnen GeldhĂ€user ihr Filialnetz aus und versuchen, abseits von festen Standorten ihre PrĂ€senz in der FlĂ€che aufrechtzuerhalten: beispielsweise durch Videoberatung, Beratungscenter mit lĂ€ngeren Ăffnungszeiten auch am Samstag, Sparkassen-Busse oder geteilte Filialen ĂŒber Institutsgrenzen hinweg.
In der Bitkom-Umfrage sagte knapp die HĂ€lfte (49 Prozent) der Befragten, ihnen wĂŒrde «nichts fehlen», wenn es gar keine Bankfilialen mehr gĂ€be. Noch etwas mehr (54 Prozent) können sich demnach vorstellen, zu einer reinen Online-Bank ohne Filialnetz zu wechseln. Bei den 16- bis 29-JĂ€hrigen sagen dies sogar fast drei Viertel (71 Prozent). Gefragt nach der Gewichtung bestimmter vorgegebener Merkmale bei der Wahl eines Geldhauses liegt eine benutzerfreundliche App (75 Prozent) deutlich vor einem dichten Filialnetz, das ĂŒberall schnell erreichbar ist (43 Prozent). Im Digitalen können GeldhĂ€user nach Meinung der Befragten allerdings noch besser werden: Gefragt nach der Bewertung des digitalen Angebots ihrer Bank, vergaben die Teilnehmer der Umfrage in der Summe ein «befriedigend (2,9).
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