Umfrage: Vertrauen in Politik sinkt - ZukunftsÀngste wachsen
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 10:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWie aus der reprĂ€sentativen Befragung des Instituts fĂŒr Demoskopie Allensbach im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hervorgeht, vertreten 73 Prozent der AfD-AnhĂ€nger diese Ansicht. Nur 37 Prozent sehen die Demokratie als beste Staatsform an.
Damit unterscheiden sich die AfD-AnhĂ€nger den Angaben zufolge klar von der Gesamtbevölkerung, in der zwei Drittel die Demokratie fĂŒr die beste Staatsform halten. FĂŒr die Untersuchung wurden vom 4. bis 16. September 2026 insgesamt 1.051 Menschen ab 16 Jahren mĂŒndlich-persönlich befragt.
Nur eine Minderheit in der Bevölkerung, aber 69 Prozent der AfD-Sympathisanten sind laut Umfrage mit der demokratischen Grundordnung generell unzufrieden. Die Ăberzeugung, dass das politische System grundlegend verĂ€ndert werden muss, ist demnach ĂŒberdurchschnittlich stark in Ostdeutschland und in den schwĂ€cheren sozialen Schichten verbreitet, vor allem jedoch unter AnhĂ€ngern der AfD. 83 Prozent der Gefolgsleute der AfD hĂ€ngen dieser Position an, wĂ€hrend diese Meinung bei den AnhĂ€ngern aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien ein Minderheitenvotum ist.
Vertrauen in Politik sinkt
Das Vertrauen in die Politik ist insgesamt gering: Nur sieben Prozent der Befragten haben groĂes Vertrauen, dass die Politik die richtigen Entscheidungen trifft und die Herausforderungen bewĂ€ltigt. 53 Prozent Ă€uĂerten begrenztes Vertrauen, etwa ein Drittel misstraut der Politik. Vor fĂŒnf Jahren lag dieser Anteil noch bei 17 Prozent, wĂ€hrend der Zeit der Ampel-Regierung stieg er bereits auf 28 Prozent.
Die aktuellen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen belasten der Umfrage zufolge etwa die HĂ€lfte der Befragten stark. Nur sechs Prozent fĂŒhlen sich davon weitgehend unbeeindruckt. In sozial schwĂ€cheren Schichten berichten 48 Prozent von zunehmenden ZukunftsĂ€ngsten, in sozial besseren Schichten sind es demnach 22 Prozent.
