Merz, RentenkĂŒrzung

Merz bei der JU: Es wird keine RentenkĂŒrzung geben

26.10.2024 - 17:11:57

Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hĂ€lt trotz eines Beschlusses des Unions-Nachwuchses fĂŒr eine grundlegende Rentenreform an der Rente mit 67 fest.

"Wir brauchen ein gesetzliches Renteneintrittsalter. Und dieses gesetzliche Renteneintrittsalter sollte bei 67 bleiben", sagte der CDU-Vorsitzende beim Deutschlandtag des Unions-Nachwuchses von der Jungen Union in Halle in Sachsen-Anhalt. Der Unionsfraktionschef versicherte: "Nein, es wird keine RentenkĂŒrzung in Deutschland geben."

Wer frĂŒher in Rente gehen wolle, mĂŒsse akzeptieren, dass es grĂ¶ĂŸere AbschlĂ€ge gebe, sagte Merz. Wer dagegen spĂ€ter in Rente gehen wolle, "der muss gute Anreize bekommen, lĂ€nger zu bleiben und lĂ€nger zu arbeiten". VerstĂ€ndige man sich auf diesen Weg, "dann nehmen wir den Sozialdemokraten jedes Potenzial, gegen uns eine infame Kampagne zu fĂŒhren, die da lautet: Mit der CDU und Merz wird es in Deutschland RentenkĂŒrzungen geben", sagte er.

Junge Union: Renteneintrittsalter an Lebenserwartung koppeln

Der Unions-Nachwuchs von der Jungen Union (JU) fordert massive Änderungen in der Rentenpolitik, um eine Überlastung der jungen Generation zu vermeiden. Um das umlagefinanzierte Rentensystem zu stĂ€rken und bei einer immer höheren Lebenserwartung das VerhĂ€ltnis von Beitragszahlern und Rentenbeziehern zu korrigieren, "ist eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung erforderlich", heißt es in einem kurz vor dem Merz-Auftritt einstimmig angenommenen Leitantrag der JU.

Zudem dĂŒrfte die sogenannte doppelte Haltelinie in der Rentenpolitik nicht ĂŒber das Jahr 2025 hinaus verlĂ€ngert werden, verlangt die JU. Die "Haltelinie" garantiert ein Mindest-Rentenniveau von 48 Prozent sowie einen maximalen Beitragssatz von 20 Prozent. "FĂŒr eine faire Verteilung der Lasten unter den Generationen sollte wieder die frĂŒhere Grenze fĂŒr das Rentenniveau von 43 Prozent gelten", heißt es in dem Beschluss.

@ dpa.de