Unterhaltsvorschuss: Prien kĂŒrzt Leistung auf 15. Lebensjahr
Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 03:10 Uhr | Redaktion boerse-global.deFamilienministerin Prien (CDU) plant, den Unterhaltsvorschuss nur noch bis zum 15. Lebensjahr zu zahlen. Bisher bekamen Familien die Leistung bis zur VolljÀhrigkeit ihrer Kinder.
Kosten explodieren seit der Reform
Der Hintergrund ist simpel: Die Ausgaben sind auĂer Kontrolle geraten. Seit der Reform von 2017 haben sich die Kosten fĂŒr den Unterhaltsvorschuss vervierfacht. Damals war der Anspruch noch auf das 12. Lebensjahr und maximal 72 Monate begrenzt.
Der Bund trĂ€gt aktuell 40 Prozent der Gesamtkosten. Mit der Reform will Prien die Hilfe auf jĂŒngere Kinder konzentrieren. Gleichzeitig soll das Eintreiben der Gelder bei sĂ€umigen Zahlern effizienter werden.
HÀrtere Sanktionen gegen sÀumige Zahler
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Wer seinen Unterhaltspflichten nicht nachkommt, muss kĂŒnftig mit schĂ€rferen Konsequenzen rechnen. Im GesprĂ€ch ist der Entzug der Fahrerlaubnis bei Unterhaltsprellerei oder falschen Angaben gegenĂŒber Behörden. Ziel: Die RĂŒckholquote steigern und die Staatskasse entlasten.
Die vollstĂ€ndige Anrechnung des Kindergeldes auf den Unterhaltsvorschuss bleibt bestehen. Zudem sichert der Bund den LĂ€ndern 9,25 Milliarden Euro fĂŒr den Kita-Ausbau zu â verteilt auf acht Jahre.
Scharfe Kritik von VerbÀnden und Opposition
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Die PlĂ€ne stoĂen auf massiven Widerstand. Das Deutsche Kinderhilfswerk warnt vor einer VerschĂ€rfung der Kinderarmut. Jugendliche ab 16 Jahren fielen dann komplett durchs Raster.
Auch innerhalb der Koalition gibt es Unmut. GrĂŒnen-Fraktionschefin HaĂelmann kritisierte die EinschrĂ€nkungen deutlich. Bereits Anfang Juli wurde bekannt, dass das Ministerium auch die Elterngeld-Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate kĂŒrzen will. Ein konkreter Zeitplan fĂŒr das Gesetzesvorhaben steht noch aus.
