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Presse: USA und EuropĂ€er einigen sich auf Frist fĂŒr Iran-Abkommen

16.07.2025 - 05:38:50

US-Außenminister Marco Rubio hat sich einem Medienbericht zufolge mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien darauf verstĂ€ndigt, Ende August als Frist fĂŒr das Erreichen eines Atomabkommens mit dem Iran zu setzen.

Die Außenminister der vier LĂ€nder hĂ€tten sich darauf in einem Telefonat am Montag geeinigt, berichtete die US-Nachrichtenseite "Axios" unter Berufung auf drei mit dem GesprĂ€ch vertraute Personen.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Tammy Bruce, hatte am Montag mitgeteilt, es sei in dem GesprĂ€ch darum gegangen, dass der Iran keine Atomwaffe haben dĂŒrfe. Genauere Details nannte sie jedoch nicht.

Was geplant ist, falls die Frist nicht eingehalten wird

"Axios" zufolge planen die drei europĂ€ischen LĂ€nder mit dem sogenannten Snapback-Mechanismus Sanktionen gegen Teheran auszulösen, sollte es bis zum Ende der Frist kein Abkommen geben. Das Wiener Abkommen von 2015 zum iranischen Atomprogramm lĂ€uft formal diesen Oktober aus. Als Mitunterzeichner haben die EuropĂ€er bis dahin die Möglichkeit, ĂŒber den Snapback-Mechanismus frĂŒhere und strenge UN-Sanktionen gegen den Iran ohne großen Widerstand wieder in Kraft zu setzen.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hatte vor ein paar Wochen bereits gesagt, dass die EuropĂ€er darauf zurĂŒckgreifen könnten. "Wir haben einen echten Trumpf. Das weiß man in Washington, und das werden wir gemeinsam abgestimmt nutzen", sagte er Ende vergangenen Monats im ZDF. Er bekrĂ€ftige in dem Zuge auch das Ziel einer Verhandlungslösung.

Nach Informationen von "Axios" haben die EuropÀer vor, sich in den nÀchsten Tagen und Wochen mit der Botschaft an den Iran zu wenden, dass das Land die Auslösung der Sanktionen vermeiden könne, wenn es Schritte unternehme, um die Welt mit Blick auf sein Atomprogramm zu beruhigen.

@ dpa.de