US-Forscher: Seit Kriegsbeginn 56 000 GebÀude in Gaza beschÀdigt
23.11.2023 - 12:56:19Das geht aus einer Analyse der Decentralized Damage Mapping Group (DDMG) hervor, bei der eine Gruppe von US-Wissenschaftlern die Angriffe in dem KĂŒstengebiet mit Satellitendaten untersucht. Im nördlichen Gazastreifen wurden demnach 40 bis 50 Prozent aller GebĂ€ude beschĂ€digt.
Im Norden seien "sehr stetige und schnell zunehmende SchĂ€den" zu beobachten, sagte Jamon Van Den Hoek von der Oregon State University dem Nachrichtenkanal "Democracy Now" am Mittwoch. "Uns alle hat die Geschwindigkeit des Ganzen ĂŒberrascht", sagte Van Den Hoek. Ein Grund dafĂŒr sei auch die dichte Besiedlung im Gazastreifen. Dort leben mehr als 2,2 Millionen Menschen auf einer FlĂ€che, die nur etwas gröĂer als jene der Stadt MĂŒnchen ist.
Geringer seien die SchĂ€den im sĂŒdlichen Gazastreifen, etwa in Rafah nahe der Grenze zu Ăgypten. Dort seien bislang fĂŒnf bis acht Prozent der GebĂ€ude beschĂ€digt, hieĂ es.
Zuvor hatte das UN-NothilfebĂŒro OCHA bereits SchĂ€den an Tausenden HĂ€usern gemeldet und sich dabei auf das Ministerium fĂŒr Ăffentliche Arbeiten und Wohnen im Gazastreifen berufen, das von der Hamas kontrolliert wird. Den Angaben von Ende Oktober zufolge waren mindestens 45 Prozent aller Wohneinheiten beschĂ€digt oder zerstört.
FĂŒr die Analysen nutzt die DDMG offen zugĂ€ngliche Daten von Satelliten- und Radartechnik. Dabei werden alle fĂŒnf bis sechs Tage neue Fernerkundungsdaten ĂŒbermittelt. Die Forscher werten diese Daten dann aus und suchen nach VerĂ€nderungen am Boden.

