Thema des Tages, Konjunktur

Trump droht EU und Kanada mit noch umfangreicheren Zöllen

27.03.2025 - 09:43:09

US-PrÀsident Donald Trump hat der EU und Kanada mit noch umfangreicheren Zöllen gedroht als bislang geplant.

Wenn die EuropĂ€ische Union mit Kanada zusammenarbeite, um den USA wirtschaftlichen Schaden zuzufĂŒgen, wĂŒrden beide mit weitaus grĂ¶ĂŸer angelegten Zöllen belegt als derzeit vorgesehen, schrieb Trump auf der Online-Plattform Truth Social. Ziel der Zölle auf Einfuhren in die USA ist es demnach, den "besten Freund zu schĂŒtzen", den beide je gehabt hĂ€tten.

Am Mittwoch hatte der US-PrĂ€sident Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte angekĂŒndigt. FĂŒr Wagen, die in den Vereinigten Staaten gebaut werden, sollen seinen Worten zufolge keine zusĂ€tzlichen Abgaben fĂ€llig werden. Besonders die deutsche Autoindustrie dĂŒrfte unter den neuen Strafzöllen leiden, die laut dem Weißen Haus am 3. April in Kraft treten sollen. Importeure aus Kanada und Mexiko können nachweisen, dass ihre Produkte US-Anteile enthalten, sodass der Zoll nur auf den nicht-US-Anteil angewendet wird.

Kanadas Premier Mark Carney bezeichnete die Auto-Zölle am Mittwochabend (Ortszeit) als "direkten Angriff" und sagte: "Wir werden unsere Arbeiter verteidigen, wir werden unsere Unternehmen verteidigen, wir werden unser Land verteidigen und wir werden es gemeinsam verteidigen." Die Kanadier seien in den vergangenen Monaten ĂŒber den "Schock des Verrats" hinweggekommen und zögen ihre Lehren. Carney kĂŒndigte fĂŒr heute eine Sitzung auf Kabinettsebene an, um die kanadischen Optionen im Bereich des Handels zu erörtern.

Auch die KommissionsprĂ€sidentin der EU, Ursula von der Leyen, hatte nach der VerkĂŒndung der neuen Auto-Zölle betont, dass man europĂ€ische Unternehmen schĂŒtzen werde.

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