ROUNDUP, Trump

Trump drĂ€ngt Ukraine zu Treffen und Ă€ußert Zweifel an Putin

11.05.2025 - 19:17:40

US-PrĂ€sident Donald Trump hat die Ukraine aufgefordert, der von Kremlchef Wladimir Putin vorgeschlagenen Wiederaufnahme direkter FriedensgesprĂ€che in der TĂŒrkei zuzustimmen.

Nur dann wĂŒssten Kiew, die europĂ€ischen Partner und die USA, woran sie seien und könnten entsprechend handeln, schrieb Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Der Republikaner Ă€ußerte gleichzeitig Zweifel daran, dass Putin ein Friedensabkommen schließen wolle. Dieser sei zu sehr damit beschĂ€ftigt, "den Sieg im Zweiten Weltkrieg zu feiern". Er spielte damit auf die Parade zum Tag des Sieges ĂŒber Nazi-Deutschland am Freitag an.

Gemeinsame Initiative der europÀischen Partner

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der britische Premierminister Keir Starmer, der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron und Polens MinisterprĂ€sident Donald Tusk hatten mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj ultimativ eine Waffenruhe von Russland ab diesem Montag gefordert. Andernfalls drohten Russland weitere Sanktionen - ĂŒber diese könnte nun in London beraten werden. Die USA hatten bereits im MĂ€rz eine 30-tĂ€gige Waffenruhe vorgeschlagen. Zuletzt hatte Trump erneut auf diese Waffenruhe gepocht und Russland mit Sanktionen gedroht.

Kremlchef Putin hatte zunÀchst nur mit einem Gegenangebot geantwortet: Ab Donnerstag könnten direkte Verhandlungen ohne Vorbedingungen zwischen Russland und der Ukraine beginnen. Vorher wollte er allerdings keine Waffenruhe ausrufen. Selenskyj wertete das Angebot von Putin zu direkten Verhandlungen zwischen beiden Seiten als gutes Zeichen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren mit Hilfe westlicher Waffenlieferungen gegen die russische Invasion.

Die USA unter Trump im Schlingerkurs

Noch vor einigen Stunden Ă€ußerte sich Trump zuversichtlich, dass ein Ende der KĂ€mpfe nĂ€herrĂŒcken könnte. "Ein möglicherweise großer Tag fĂŒr Russland und die Ukraine", schrieb er auf Truth Social. Nun hat sich sein Ton etwas verĂ€ndert. Er ließ erneut Unmut ĂŒber Putins Verhalten erkennen. Bereits in der Vergangenheit Ă€ußerte er Skepsis darĂŒber, ob der Kremlchef wirklich ein Friedensabkommen wolle. Dennoch machte er nun sehr klar, dass Kiew den Verhandlungen in der TĂŒrkei zustimmen solle. "FĂŒhrt das GesprĂ€ch - jetzt!!!", schrieb der Republikaner in Großbuchstaben.

Die USA hatten zuletzt mehrfach gedroht, sich aus den Vermittlungen ĂŒber ein Ende des russischen Angriffskriegs zurĂŒckzuziehen. Trump hatte eigentlich versprochen, den Krieg nach seinem Amtsantritt im Januar schnell zu beenden. In den vergangenen Woche brachte er mehrfach seinen Frust darĂŒber zum Ausdruck, dass die Verhandlungen bisher kein richtiges Ergebnis gebracht haben. Abwechselnd attackierte er Selenskyj und Putin fĂŒr ihr Handeln.

@ dpa.de

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