ROUNDUPTrump, Putin

Ukraine-Verhandlungen geplant

12.02.2025 - 18:34:42

US-PrĂ€sident Donald Trump hat mit Kremlchef Wladimir Putin telefoniert und sofortige Verhandlungen ĂŒber ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vereinbart.

Das teilte Trump im Anschluss an das GesprÀch auf der Online-Plattform Truth Social mit. Der Kreml bestÀtigte das Telefonat.

Trump schrieb, er habe ein "langes und sehr produktives" Telefonat mit Putin gehabt. "Wir sind ĂŒbereingekommen, sehr eng zusammenzuarbeiten und auch die Nationen des jeweils anderen zu besuchen." Es sollten sofort Verhandlungen beginnen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Als Erstes werde er den ukrainischen PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ĂŒber das GesprĂ€ch informieren. "Ich glaube, dass diese BemĂŒhungen zu einem erfolgreichen Abschluss fĂŒhren werden, hoffentlich bald!"

Die Botschaft aus dem Kreml

Aus dem Kreml hieß es, Putin habe seine Bereitschaft erklĂ€rt, ReprĂ€sentanten des Weißen Hauses in Russland zu empfangen - auch zur Lösung des Ukraine-Konflikts, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Putin und Trump haben auch die FortfĂŒhrung persönlicher Kontakte verabredet, darunter auch die Organisation eines persönlichen Treffens."

Putin habe Trump nach Moskau eingeladen. Er verwies in dem Telefonat aber darauf, dass Russland auf einer Beseitigung der Ursache des Konflikts bestehe. Nach Darstellung Moskaus wurde der russische Angriffskrieg durch das Streben der Ukraine in die Nato und die angebliche UnterdrĂŒckung der russischsprachigen Minderheit verursacht.

Die Bedingungen der Amerikaner fĂŒr einen Friedensdeal

Kurz vor der Mitteilung zu dem Telefonat hatte Trumps Regierung erstmals öffentlich im Detail dargelegt, wie sie sich ein Ende von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vorstellt. Die Amerikaner halten dabei schmerzhafte ZugestĂ€ndnisse Kiews fĂŒr unausweichlich - unter anderem den Verzicht auf einen Nato-Beitritt. Außerdem sehen die USA die EuropĂ€er weitgehend alleine in der Pflicht, die Ukraine zu unterstĂŒtzen und einen Frieden militĂ€risch abzusichern - ohne amerikanische Truppen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth prĂ€sentierte die Vorstellungen bei einem Ukraine-Treffen in BrĂŒssel, bei dem eigentlich Waffenlieferungen fĂŒr Kiew koordiniert werden sollten. Er bestĂ€tigte damit dĂŒstere Vorahnungen der Ukrainer und EuropĂ€er.

Die Beziehung der PrÀsidenten

Trump hatte im Wahlkampf immer wieder behauptet, er könne den Ukraine-Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden - unter anderem wegen seiner guten Kontakte zu Putin. Die Frist verstrich nach seinem Start im Amt jedoch ohne Ergebnis. Seit seinem Amtsantritt hatte Trump wiederholt auffallend ausweichend auf Nachfragen reagiert, ob er seit seiner Vereidigung bereits mit Kremlchef telefoniert habe. Er hatte jedoch auch da schon ein baldiges persönliches Treffen mit Putin ins GesprÀch gebracht.

Trump war in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) immer wieder ein Schmusekurs mit Putin vorgeworfen worden. Traditionelle US-VerbĂŒndete wie Deutschland hatte er dagegen immer wieder dĂŒpiert und damit auch dem Kremlchef in die HĂ€nde gespielt.

@ dpa.de