Trump informiert Selenskyj und andere EuropĂ€er ĂŒber Gipfel
16.08.2025 - 10:05:28Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Morgen aus deutschen Regierungskreisen.
Trump und Putin beendeten ihr Treffen in Alaska ohne ĂuĂerungen zu einer möglichen Waffenruhe im Ukraine-Krieg, greifbare Ergebnisse wurden nicht bekannt. Trump sprach zwar von Einigungen in wichtigen Punkten, blieb Details aber schuldig. Auch Putin erwĂ€hnte Vereinbarungen, die Ausgangspunkt fĂŒr eine Lösung des Ukraine-Konflikts sein könnten.
Trump wollte sich nach eigenen Angaben mit den EuropĂ€ern und Selenskyj besprechen. "Ich werde mit der Nato telefonieren, in KĂŒrze werde ich die verschiedenen Personen anrufen, die ich fĂŒr geeignet halte, und natĂŒrlich auch PrĂ€sident Selenskyj, um ihnen von dem heutigen Treffen zu berichten", hatte er nach dem GesprĂ€ch mit Putin in Alaska gesagt. "Letztendlich liegt die Entscheidung bei ihnen."
Trump: Kein Deal
Inhaltlich blieb kurz nach dem Treffen der beiden auf einem MilitĂ€rstĂŒtzpunkt in der Stadt Anchorage vieles im UngefĂ€hren. "Es gibt keinen Deal, bis es einen Deal gibt", sagte Trump lediglich beim anschlieĂenden Pressestatement. Man habe ein "Ă€uĂerst produktives Treffen" gehabt, "viele Punkte" seien vereinbart worden, nur wenige seien noch offen - davon einer besonders bedeutend. ZunĂ€chst wolle er jedoch mit den Nato-VerbĂŒndeten und dem ukrainischen PrĂ€sidenten Selenskyj telefonieren.
EuropÀer suchen gemeinsame Linie mit Trump
Vor dem Alaska-Gipfel hatten die EuropĂ€er am Mittwoch versucht, Trump in gemeinsamen Beratungen auf fĂŒnf Punkte fĂŒr mögliche FriedensgesprĂ€che festzulegen - darunter einen Waffenstillstand und Sicherheitsgarantien. Kanzler Friedrich Merz (CDU) machte bei einer Pressekonferenz mit Selenskyj deutlich: "In Alaska mĂŒssen grundlegende europĂ€ische und ukrainische Sicherheitsinteressen gewahrt bleiben."
An den digitalen Beratungen hatten neben Merz, Selenskyj und Trump EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen, EU-RatsprÀsident António Costa und Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte teilgenommen sowie unter anderem Frankreichs StaatsprÀsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni.
Die EuropĂ€er und Selenskyj hatten befĂŒrchtet, dass sich Trump und Putin in Alaska auf Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland verstĂ€ndigen könnten, die Kiew strikt ablehnt. Merz sagte am Mittwoch, deutlich gemacht worden sei, dass die Ukraine mit am Tisch sitzen mĂŒsse, sobald es Folgetreffen gebe.

