Trump, Inspektionen

Trump fordert weiter Inspektionen von Irans Atomanlagen

27.06.2025 - 20:00:08

US-PrÀsident Donald Trump setzt weiter auf unabhÀngige Inspektionen des iranischen Atomprogramms.

Der PrĂ€sident bejahte die Frage eines Journalisten, ob die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) Irans Atomanlagen auch weiterhin kontrollieren sollte. "Oder jemand, ja, oder jemand, den wir respektieren", inklusive der USA selbst, sagte Trump im Weißen Haus.

Als Reaktion auf die israelischen und US-Angriffe auf iranische Atomanlagen hatte Irans Parlament zuletzt fĂŒr eine Aussetzung der Zusammenarbeit mit der IAEA gestimmt, bis die "Sicherheit" der nuklearen Anlagen gewĂ€hrleistet ist. Nach Angaben der Atomenergiebehörde in Wien hat Teheran das Aussetzen der Kooperation bislang nicht offiziell mitgeteilt.

Trump wĂŒrde Iran bei Bedarf auch erneut bombardieren

Auf die Frage, ob er Irans Atomanlagen erneut bombardieren lassen wĂŒrde, falls es wieder Sorgen ĂŒber Teherans Urananreicherung gebe, sagte Trump: "Sicher, ohne Frage, absolut." Der Iran dĂŒrfe keine Atomwaffen haben. Die jĂŒngsten Angriffe hĂ€tten das Atomprogramm um Jahre zurĂŒckgeworfen, bekrĂ€ftigte er.

Trump hatte jĂŒngst angedeutet, dass es bald neue GesprĂ€che mit Teheran ĂŒber das Atomprogramm geben soll. Er nannte jedoch keine Details. Sollte es dazu kommen, dĂŒrfte der Iran das mögliche Zulassen unabhĂ€ngiger Inspektionen als Teil seiner Verhandlungsstrategie nutzen.

Teheran bestreitet, Atomwaffen anzustreben. Das Atomprogramm diene nur zivilen Zwecken, heißt es dort. Die USA, Israel und andere LĂ€nder verdĂ€chtigen den Iran jedoch, Atombomben zu entwickeln.

Geplante Tötung von Ajatollah Chamenei?

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump erneut, dass die USA wĂ€hrend ihrer Angriffe genau gewusst hĂ€tten, wo sich der oberste FĂŒhrer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, versteckte. Aber er habe Israel und dem US-MilitĂ€r nicht erlaubt, ihn zu töten. In Großbuchstaben schrieb er: "Ich habe ihn vor einem sehr hĂ€sslichen und schmĂ€hlichen Tod gerettet." Am Ende des Kriegs habe er von Israel auch gefordert, Kampfjets zurĂŒckzubeordern, die "direkt auf dem Weg nach Teheran" gewesen seien, um dort ihren bislang grĂ¶ĂŸten Angriff durchzufĂŒhren - "vielleicht den letzten Schlag", schrieb Trump weiter. Die Angaben des PrĂ€sidenten ließen sich nicht unmittelbar ĂŒberprĂŒfen.

Trump schrieb zudem, dass er in den vergangenen Tagen an einer möglichen Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran gearbeitet habe. Das hĂ€tte dem Land eine viel bessere Chance fĂŒr eine schnelle und komplette Erholung von dem Krieg gegeben, so Trump weiter. Doch dann habe sich Chamenei mit einer wĂŒtenden und hasserfĂŒllten Stellungnahme zu Wort gemeldet.

@ dpa.de