ROUNDUPTreffen, Putin

Trump erwartet keinen Deal zur Ukraine

11.08.2025 - 18:55:57

US-PrĂ€sident Donald Trump strebt fĂŒr das Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin kein Abkommen zum Ukraine-Krieg an.

"Ich werde keinen Deal machen", sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington und verwies darauf, dass das dies nicht seine Aufgabe sei. Trump fĂŒgte unterdessen hinzu, dass er gerne eine Waffenruhe sehen wĂŒrde. "Ich möchte den besten Deal sehen, der fĂŒr beide Seiten erzielt werden kann."

Trump: Rufe nach Putin-Treffen Selenskyj und EuropÀer an

Am Freitag will Trump nach Alaska reisen, um sich mit seinem russischen Amtskollegen zu treffen und mit ihm ĂŒber eine Friedenslösung in dem seit rund dreieinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg zu verhandeln. Der US-PrĂ€sident kĂŒndigte bereits an: "Wir werden uns die Rahmenbedingungen ansehen und dann werde ich direkt nach dem Treffen PrĂ€sident Selenskyj und die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs anrufen."

Trump stellte ferner ein Treffen des ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Putin in Aussicht: "Das nÀchste Treffen wird mit Selenskyj und Putin sein, oder mit Selenskyj, Putin und mir." Der US-PrÀsident bot an, dass er hinzukommen wolle, sofern er bei einem Treffen der beiden benötigt werde.

Ukraine lehnt Gebietsabtretungen strikt ab

Trump stellte zuvor das Treffen in Alaska als Versuch dar, einem Ende der KĂ€mpfe nĂ€herzukommen. Er sprach in diesem Kontext von einem möglichen Gebietstausch zwischen der Ukraine und Russland. Die Ukraine lehnt Gebietsabtretungen strikt ab. Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj unterstrich in seiner abendlichen Videoansprache indirekt, dass er einen Deal zum Gebietstausch nicht akzeptieren werde. "Wir werden unser Land und unsere UnabhĂ€ngigkeit auf jeden Fall verteidigen", betonte er. Und alles, was die Ukraine betreffe, mĂŒsse unter Beteiligung der Ukraine entschieden werden.

Unterdessen versucht Bundeskanzler Friedrich Merz, zu einer gemeinsamen Linie der EuropĂ€er mit Trump ĂŒber ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs zu kommen. Am Mittwoch und damit zwei Tage vor dem geplanten Treffen in Alaska beraten auf Initiative des Kanzlers europĂ€ische Staats- und Regierungschefs mit Selenskyj und Trump. Vor den digitalen Beratungen ist laut deutschen Regierungsangaben ein virtuelles Meeting von Merz mit den Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Finnland geplant.

@ dpa.de