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Verband: Höhere US-Zölle auf Aluminium treffen Branche

03.06.2025 - 03:00:38

US-PrĂ€sident Donald Trump will die heimische Industrie stĂ€rken. DafĂŒr setzt er einmal mehr auf höhere Zölle. Das trifft auch deutsche Aluminium-Hersteller.

Die deutsche Aluminium-Industrie reagiert mit Sorge auf die angekĂŒndigte Verdoppelung von US-Zöllen auf 50 Prozent. Eine weitere Eskalation schade nur allen Beteiligten, kritisiert der Branchenverband Aluminium Deutschland. Ein konstruktiver Dialog zwischen der EuropĂ€ischen Kommission und der US-Administration sei dringlicher denn je.

US-PrĂ€sident Donald Trump will Zölle fĂŒr die Einfuhr von Stahl in die Vereinigten Staaten von derzeit 25 Prozent auf 50 Prozent des Warenwerts verdoppeln. Auch die Zölle auf Aluminium sollen auf 50 Prozent verdoppelt werden. Die neuen SĂ€tze sollen an diesem Mittwoch in Kraft treten. 

Nach Darstellung des Verbandes betrĂ€gt die absolute Höhe der deutschen Aluminium-Exporte in die USA rund 51.000 Tonnen beziehungsweise zwei Prozent der jĂ€hrlichen Produktion in Deutschland. «Dies scheint gering, jedoch treffen die Maßnahmen die Industrie in einer ohnehin angespannten Lage», hieß es bei Aluminium Deutschland. «Zudem wird mit der neuen Eskalationsstufe die Unsicherheit fĂŒr die Unternehmen noch einmal deutlich erhöht.»

Noch grĂ¶ĂŸere Sorgen bereiteten die indirekten Wirkungen der angekĂŒndigten Maßnahmen: «Herkömmliche LieferlĂ€nder verlieren durch die gewaltige Höhe des Zollsatzes möglicherweise vollstĂ€ndig den Zugang zum US-Markt und fokussieren sich in der Folge noch stĂ€rker auf den europĂ€ischen Markt», warnte der Verband. Der ohnehin schon erhebliche Importdruck auf Europa dĂŒrfte somit weiter steigen.

@ dpa.de