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Verkaufen Patriot-Systeme fĂŒr Ukraine an EU

14.07.2025 - 06:35:15

US-PrÀsident Donald Trump will nach eigenen Angaben Patriot-Waffensysteme an die EuropÀische Union verkaufen, damit sie an die Ukraine geliefert werden können.

Vor Journalisten in den USA sagte er: "FĂŒr uns wird das ein GeschĂ€ft sein, und wir werden ihnen Patriots senden, die sie dringend brauchen." Die Zahl der Waffen stehe noch nicht fest, so der PrĂ€sident. "Die EU zahlt dafĂŒr. Wir zahlen nichts, aber wir werden liefern", sagte er. Welche LĂ€nder zahlen sollen, blieb offen.

GesprÀche in Washington und in Kiew

Die kommenden Stunden könnten entscheidend sein fĂŒr die weitere UnterstĂŒtzung der Ukraine im Krieg gegen Russland: Trump sprach von einem Treffen am Montag (10.00 Uhr Ortszeit) mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte. Einem US-Medienbericht zufolge will Trump ebenfalls heute eine ErklĂ€rung zu seiner Russland-Politik abgeben. Zudem wird Trumps Sonderbeauftragter Keith Kellogg heute zu GesprĂ€chen in Kiew erwartet. Daneben will Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in Washington ĂŒber die weitere UnterstĂŒtzung der Ukraine sprechen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits vor einigen Tagen in Rom angekĂŒndigt, dass Deutschland von den USA Luftverteidigungssysteme vom Typ Patriot kaufen will, um sie der Ukraine im Krieg gegen Russland zur VerfĂŒgung zu stellen. Die Ukraine fordert vom Westen mehr Hilfe fĂŒr die Luftabwehr, um dem massiven russischen Beschuss mit Drohnen und Raketen etwas entgegenhalten zu können.

US-Senator deutet möglichen Wechsel im Russland-Kurs an

Der einflussreiche republikanische US-Senator Lindsey Graham stellte bereits vor Trumps jĂŒngsten AnkĂŒndigung von Patriot-Lieferungen einen möglichen Kurswechsel in der Russland-Politik in Aussicht. "Ein Wendepunkt in Bezug auf Russlands Invasion in der Ukraine steht bevor", sagte er dem US-Fernsehsender CBS am Sonntag. Seit Monaten habe Trump versucht, Kremlchef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu bringen. "Er hat die TĂŒr in Bezug auf Russland offen gehalten - diese TĂŒr ist dabei, sich zu schließen", sagte Graham weiter. Putin habe damit gerechnet, dass die USA und Europa mĂŒde werden könnten. "Er hat einen großen Fehler gemacht."

Pistorius reist nach Washington

Verteidigungsminister Pistorius (SPD) will in Washington mit seinem amerikanischen Kollegen Pete Hegseth ĂŒber die weitere UnterstĂŒtzung der Ukraine und die militĂ€rische Zusammenarbeit in der Nato beraten. Es ist sein erster Besuch in den USA seit dem Amtsantritt der Regierung von US-PrĂ€sident Trump im Januar. Nato-GeneralsekretĂ€r Rutte will mit Trump zu einem GesprĂ€ch zusammenkommen. Auch Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Hegseth sind geplant.

Selenskyj: ZĂ€hlen auf Amerika

Mit Blick auf die möglichen VerĂ€nderungen in der US-Politik erwartete der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj "positive VerĂ€nderungen" fĂŒr die Interessen seines Landes. Die fĂŒhrenden MilitĂ€rs der Ukraine seien angewiesen worden, dem US-Sonderbeauftragten Kellogg alle "uns vorliegenden Informationen ĂŒber das Potenzial Russlands und unsere Perspektiven zu prĂ€sentieren", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Auch die Geheimdienste wĂŒrden Kellogg "vollstĂ€ndige Informationen" bieten. "Wir zĂ€hlen auch darauf, dass Amerika voll und ganz versteht, was getan werden kann, um Russland zum Frieden zu zwingen."

@ dpa.de