Trump und Putin wollen sich in Alaska treffen
09.08.2025 - 11:35:17August) mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin treffen. Das Treffen werde im US-Bundesstaat Alaska stattfinden, kĂŒndigte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social an. Kurz darauf wurde die Zusammenkunft auch von russischer Seite bestĂ€tigt. Zuvor war sowohl in Washington als auch in Moskau ĂŒber ein geplantes Treffen in BĂ€lde gesprochen worden, Datum und Ort blieb jedoch zunĂ€chst offen.
Putins auĂenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte, falls es nach der Begegnung in Alaska ein weiteres Treffen der beiden PrĂ€sidenten geben sollte, wĂŒrde dieses wohl in Russland stattfinden. "Eine entsprechende Einladung wurde schon an den US-PrĂ€sidenten ĂŒbermittelt", wurde er von der russischen Staatsagentur Tass zitiert. Die Wahl Alaskas als Treffpunkt erscheine ihm "logisch".
Erstes Gipfeltreffen seit vier Jahren
Es wird das erste persönliche Treffen eines amtierenden US-PrÀsidenten mit Putin seit dem Sommer 2021 sein. Damals traf Trumps demokratischer VorgÀnger Joe Biden den Kremlchef wenige Monate nach Amtsantritt in Genf. Im Februar 2022 begann Russland dann auf Geheià Putins seinen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Trump hat mehrfach betont, den Krieg rasch beenden zu wollen. Er betont immer wieder, dass die russische Invasion wĂ€hrend Bidens Amtszeit begonnen habe - und behauptet, unter ihm als PrĂ€sident wĂ€re eine solche Eskalation undenkbar gewesen. Mit Biden im WeiĂen Haus wurden die USA zum wichtigsten VerbĂŒndeten und Waffenlieferanten der Ukraine in deren Abwehrkampf gegen Russland.
Trump hingegen nĂ€herte sich Moskau deutlich an, lieĂ den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj öffentlich auflaufen und telefonierte mehrfach mit Putin - Ă€uĂerte sich zuletzt jedoch zunehmend kritisch ĂŒber den russischen PrĂ€sidenten. Dass Putin die russischen Angriffe auf die Ukraine trotz Trumps FriedensbemĂŒhungen mit unverminderter HĂ€rte weiterfĂŒhren lieĂ, verĂ€rgerte den US-PrĂ€sidenten erkennbar.
Trump nimmt Russlands Handelspartner ins Visier
Am Dienstag vergangener Woche (29. Juli) setzte Trump schlieĂlich eine Frist von zehn Tagen und forderte, in diesem Zeitraum eine Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew zu schlieĂen. FĂŒr den Fall, dass es nicht dazu kommen sollte, kĂŒndigte er Sanktionen gegen Handelspartner Russlands an. Gegen Indien kĂŒndigte Trump noch vor Ablauf der Frist neue Strafzölle wegen ĂlgeschĂ€ften des Landes mit Russland an, die bereits im August in Kraft treten sollen. Weitere Strafzölle gegen andere Staaten wurden in diesem Zusammenhang nicht bekannt.
Vor Bekanntwerden des geplanten Treffens beider PrĂ€sidenten war der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach Moskau gereist und hatte dort zum fĂŒnften Mal persönlich mit Putin gesprochen. Der Austausch wurde vom Kreml als konstruktiv bezeichnet - Ă€hnlich Ă€uĂerte man sich in Washington.
Treffen zwischen Putin und Selenskyj?
Weiter offen ist, ob es auch zu einem Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen PrĂ€sidenten Selenskyj kommen wird. Selenskyj hatte ein solches GesprĂ€ch wiederholt gefordert. Auch Trump betonte die Notwendigkeit direkter GesprĂ€che zwischen Moskau und Kiew auf höchster Ebene. Der Kreml machte jedoch stets deutlich, dass dafĂŒr zunĂ€chst die Voraussetzungen geschaffen werden mĂŒssten - gemeint sind Vereinbarungen auf Expertenebene ĂŒber eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts. Das ist bisher nicht in Sicht.

