Trump kĂŒndigt Kanadiern höhere Stahl- und Aluminium-Zölle an
11.03.2025 - 16:13:13Er habe seinen Handelsminister angewiesen, auf solche Einfuhren von dort Zölle von weiteren 25 Prozent zu erheben, so dass der Gesamtzoll von MittwochfrĂŒh an 50 Prozent betrage. Dies sei eine Antwort darauf, dass Kanada eine Preiserhöhung fĂŒr Stromexporte in die USA um 25 Prozent erhebt, schrieb Trump bei seinem Nachrichtendienst Truth Social.
Donald Trump hatte im Februar Zölle fĂŒr Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 Prozent auf den Weg gebracht, die generell fĂŒr Einfuhren aus allen anderen Staaten gelten sollen. Auch ihr Inkrafttreten wird fĂŒr Mittwoch erwartet. Trump argumentiert, exzessive Stahl- und Aluminiumimporte bedrohten die nationale Sicherheit der USA. AuĂerdem wirft er China vor, den weltweiten Markt mit billigem Metall zu fluten.
In dem Posting bei Truth Social beschwerte sich der US-PrĂ€sident ĂŒber die seiner Ansicht nach zu hohen Zölle, die Kanada erhebt und beschrieb die Ausgaben des Nachbarlandes fĂŒr nationale Sicherheit als zu niedrig. Er bekrĂ€ftige erneut sein Ziel, dass Kanada zu einem Bundesstaat der USA werden solle - eine Forderung, die dort seit Wochen heftige Kritik und Proteste auslöst.
JĂŒngsten Daten zufolge wird rund ein Viertel des von der Industrie in den USA verwendeten Stahls importiert. Bei Aluminium liegt der Wert bei mehr als 40 Prozent. Bei SekundĂ€raluminium, das aus recyceltem Material stammt, ist der Wert noch einmal deutlich höher.
Ăkonomen erwarten, dass durch die höheren Importkosten die Produktionskosten vieler amerikanischer Industriebetriebe steigen. Kunden drohten Preiserhöhungen und die WettbewerbsfĂ€higkeit der Betriebe im Ausland sinke.
Stahl und Aluminium fallen eigentlich unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA. FĂŒr diese Waren hatte Trump vergangene Woche, nachdem er pauschale Zölle fĂŒr Waren aus Kanada und Mexiko verhĂ€ngt hatte, einen einmonatigen Zoll-Aufschub gewĂ€hrt. Es ist offen, ob dieser nun weiter auch fĂŒr Stahl und Aluminium aus Kanada und Mexiko gilt.
Trump fuhr seit Amtsantritt einen Schlingerkurs in seiner Zollpolitik. Zölle auf Waren aus Kanada und Mexiko zum Beispiel setzte er kurz nach deren EinfĂŒhrung teilweise wieder aus - und drohte gleichzeitig mit neuen StrafmaĂnahmen.

