Biden, Schutz

Biden pocht auf Schutz von Zivilisten in Rafah

13.02.2024 - 05:47:42

US-PrÀsident Joe Biden hat mit Blick auf die geplante israelische MilitÀroffensive in der Stadt Rafah im Gazastreifen erneut mit eindringlichen Worten den Schutz der Zivilbevölkerung angemahnt.

Eine MilitĂ€roperation in Rafah dĂŒrfe "nicht ohne einen glaubwĂŒrdigen Plan zur GewĂ€hrleistung der Sicherheit und UnterstĂŒtzung von mehr als einer Million Menschen, die dort Schutz suchen, stattfinden", sagte Biden am Montag (Ortszeit) nach einem Treffen mit Jordaniens König Abdullah II. im Weißen Haus.

Viele Menschen dort seien von anderen Orten vertrieben worden, mehrfach vertrieben, auf der Flucht vor Gewalt im Norden. Jetzt seien sie in Rafah "zusammengepfercht, ungeschĂŒtzt und wehrlos". "Sie mĂŒssen geschĂŒtzt werden", forderte Biden. Die US-Regierung habe zudem von Anfang an deutlich gemacht, dass sie gegen jede Zwangsvertreibung von PalĂ€stinensern aus dem Gazastreifen sei.

Jordaniens König Abdullah II. warnte mit deutlichen Worten vor einer Offensive. "Wir können uns einen israelischen Angriff auf Rafah nicht leisten. Er wird mit Sicherheit zu einer weiteren humanitĂ€ren Katastrophe fĂŒhren", sagte er. Die Situation sei bereits unertrĂ€glich fĂŒr mehr als eine Million Menschen, die seit Beginn des Krieges dorthin vertrieben worden seien. Er forderte einen sofortigen, dauerhaften Waffenstillstand. "Dieser Krieg muss aufhören."

Zudem mĂŒsse dringend und unverzĂŒglich daran gearbeitet werden, dass ĂŒber alle möglichen Zugangspunkte und verfĂŒgbaren Mechanismen humanitĂ€re Hilfe in den Gazastreifen gelange. Er betonte: "Keine andere UN-Organisation kann das tun, was das UNRWA tut, um den Menschen in Gaza durch diese humanitĂ€re Katastrophe zu helfen." Das PalĂ€stinenser-Hilfswerk der Vereinten Nationen mĂŒsse unbedingt weiterhin die UnterstĂŒtzung erhalten, die es zur ErfĂŒllung seines Mandats benötige.

Im Krieg gegen die islamistische Hamas bereitet sich Israel derzeit auf eine MilitĂ€roffensive in der an Ägypten grenzenden Stadt vor. Zu diesem Zwecke soll das MilitĂ€r Planungen ausarbeiten, die auch eine Evakuierung von Hunderttausenden Zivilisten vorsehen, die dort auf engstem Raum Schutz suchen. Das geplante Vorhaben in der ĂŒberfĂŒllten Stadt stĂ¶ĂŸt international auf starke Kritik.

Eine MilitĂ€roffensive in Rafah, das ganz im SĂŒden des Gazastreifens liegt und an Ägypten grenzt, gilt als problematisch. In dem Ort, der vor dem Krieg rund 300 000 Einwohner hatte, sollen sich nach UN-Angaben derzeit 1,3 Millionen Menschen aufhalten. Die meisten von ihnen flohen vor dem Krieg aus anderen Teilen des Gazastreifens dorthin, zum Teil auf Anordnung des israelischen MilitĂ€rs./trö/DP/zb

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