US-PrÀsident Biden: Werde Einwanderer nicht verteufeln
08.03.2024 - 05:55:05 | dpa.de"Ich werde keine Familien trennen", sagte der Demokrat am Donnerstagabend (Ortszeit) bei seiner Rede zur Lage der Nation. Er werde die Einreise von Menschen aufgrund ihres Glaubens nicht verbieten, so Biden. Trump hatte nur eine Woche nach seinem Amtsantritt Einreiseverbot fĂŒr Menschen aus mehreren ĂŒberwiegend muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern verhĂ€ngt und damit weltweit Entsetzen ausgelöst. Der Republikaner hatte auĂerdem illegal in die USA gelangte Familien fĂŒr die gesamte Dauer ihres Asyl- oder Einwanderungsverfahrens in Gewahrsam nehmen lassen. Mit Blick auf eine aktuelle ĂuĂerung Trumps sagte Biden weiter: "Ich werde Einwanderer nicht verteufeln und sagen, sie seien Gift im Blut unseres Landes."
Die ultrarechte Abgeordnete Marjorie Taylor Greene rief bei der Rede immer wieder dazwischen. Sie trug unter anderem einen Anstecker, der an die in ihrem Heimatbundesstaat Georgia getötete Studentin Laken Riley erinnerte. Der Fall hatte zuletzt national Aufmerksamkeit erregt, weil der HauptverdĂ€chtige ein Venezolaner ist, der nach Angaben der US-Behörden illegal in die USA eingereist ist. "Laken Riley, eine unschuldige junge Frau, die von einem Illegalen getötet wurde - das ist richtig", sagte Biden. Aber wie viele von den Tausenden von Menschen wĂŒrden von Menschen getötet, die nicht ohne Aufenthaltsgenehmigung im Land seien, so Biden weiter. "Ihren Eltern möchte ich sagen, dass sie in meinem Herzen sind da, ich selbst Kinder verloren habe. Ich verstehe das", so Biden an Rileys Eltern gerichtet.
Die illegale Einwanderung in die USA ist eines der dominierenden Themen im PrĂ€sidentschaftswahlkampf. Zuletzt hatten die Republikaner im Kongress auf GeheiĂ Trumps ein eigentlich ĂŒberparteilich ausgehandeltes Gesetz blockiert, das mehr Ressourcen zur Sicherung der US-Grenze und strengere MaĂnahmen vorsah. Trump fĂŒrchtete einen legislativen Erfolg Bidens bei dem Thema im Wahlkampf. Derzeit deutet alles auf eine Neuauflage des Duells zwischen Biden und Trump hin. Biden kritisierte die Republikaner fĂŒr ihr Vorgehen in seiner Rede zur Lage der Nation scharf.
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