Opel-Mutter Stellantis fÀhrt 22 Milliarden Euro Minus ein
26.02.2026 - 08:47:14 | dpa.deDer Autokonzern Stellantis hat im vergangenen Jahr wegen hoher Abschreibungen auf seine Elektroautostrategie einen riesigen Milliardenverlust gemacht. Unterm Strich standen 22,3 Milliarden Euro Minus, wie die Opel-Mutter in Amsterdam mitteilte.Â
Der Vielmarkenkonzern - dazu gehören unter anderem Fiat, Peugeot, Chrysler, Alfa Romeo und Jeep - mit Wurzeln in Frankreich, Italien und den USA hatte bereits vor Wochen mitgeteilt, dass er wegen der Ănderung des Elektrokurses der Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump und der folgenden NachfrageschwĂ€che in seinem wichtigen Markt USA viel Geld abschreiben muss. Letztlich beliefen sich die Wertminderungen im Gesamtjahr auf 25,4 Milliarden Euro.
Aber auch bereinigt um die Sonderkosten kam der VW-Rivale stark unter Druck und fuhr im TagesgeschĂ€ft wegen Preisdrucks rote Zahlen ein - sowohl in Nordamerika, wo der Konzern einst mit seinen Pick-ups und SUVs den Löwenanteil seiner Gewinne machte, als auch in Europa.Â
Wie der neue Konzernchef den Kurs Àndern will
Der neue Konzernchef Antonio Filosa war eigentlich angetreten, um den Konzern nach einer hausgemachten Krise in den USA im TagesgeschĂ€ft wieder auf Kurs zu bringen - nun musste er mit einem GroĂreinemachen beginnen, das den Konzern lange mit Milliardenzahlungen belasten wird. Erst 2027 sei wieder mit einem Zufluss an freien Mitteln im FahrzeuggeschĂ€ft (Free Cashflow) zu rechnen, hieĂ es.
Stellantis streicht Elektromodelle, bietet mehr Verbrenner- und Mischantriebe an und baut die Produktion und seine Lieferketten um. Donald Trump hatte Subventionen fĂŒr Elektroautos gestrichen und Abgasregelungen geĂ€ndert. Auch die anderen US-Autoriesen General Motors und Ford mussten viele Milliarden auf ihren eingeschlagenen Elektrokurs abschreiben.
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